Rohrberg l Normalerweise sind die Rohrberger Schützen bei ihren Schützenfesten mehr oder weniger unter sich. Doch am Sonnabend war alles anders. Schließlich galt es, das 25-jährige Bestehen des Schützenvereins zu feiern, der mit seinen knapp 20 Mitgliedern ein fester Bestandteil des Dorflebens ist. Nicht nur Abordnungen befreundeter Schützenvereine und -gilden aus Abbendorf, Apenburg, Beetzendorf, Ristedt, Gifhorn und Jessen folgten der Einladung, sondern auch Vertreter aller Rohrberger Vereine und etliche Einwohner der Gemeinde.

Geschäftsführer Norbert Winn erinnerte die Anwesenden daran, dass so ein silbernes Jubiläum keine Selbstverständlichkeit ist. Schließlich seien die Vereine in Ahlum, Lüdelsen und Jübar bereits „sang- und klanglos aus der Schützenlandschaft verschwunden“. Einen Schützenverein am Leben zu erhalten sei „Last und Mühe“. Es müssten immer wieder geeignete Leute gefunden werden, die das Vereinsleben in Schwung halten. „Nur feiern ist kein Konzept, nur arbeiten aber auch nicht. Die gesunde Mischung macht‘s“, ist sich Winn sicher.

Von dem neuesten Projekt des Schützenvereins, der in den vergangenen Jahren wieder mehr Mitglieder in seine Reihen lockte, konnten sich die Besucher selbst überzeugen. Der Anbau am Schießhaus, der im nächsten Jahr fertig wird, soll in Zukunft bei Wettkämpfen Platz für deutlich mehr Teilnehmer bieten.

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Wolfgang Kirsch zum Schützenkaiser ernannt

Mit Spannung erwarteten die Jubiläumsgäste die Proklamation des neuen Königspaars. Dieses wird in Rohrberg immer doppelt ausgeschossen. Zum Vizekönig avancierte in diesem Jahr Jutta Goergens. Wolfgang Kirsch erhielt von seinem Vorgänger Matthias Sahs die Amtskette und Königsscheibe. „Er wird zum Schützenkaiser ernannt, weil er die Königswürde bereits das dritte Mal errungen hat“, erläuterte Norbert Winn.

Zu den Ehrengästen gehörten Fritz Schulz, Vorsitzender des Kreisschützenverbandes Altmark-West, und Henning Lehmann vom Kreissportbund, die den Rohrberger Schützenverein für seine 25-jährige Tätigkeit auszeichneten. Auch etliche Schützen durften sich über Ehrungen und Beförderungen freuen.

Einen besonderen Farbtupfer setzten die Mädchen und Jungen der Rohrberger Kindertagesstätte Schoorbergzwerge unter der Leitung von Susann Kuhfeld. Sie hatten ihr kleines Programm auf der Bühne ganz auf den Anlass des Tages ausgerichtet und präsentierten Schützenwitze, -tänze und -lieder. Ob die aus einem Kinderlied umgetexteten „Zehn kleinen Schützen“ oder die eigene, von einem Quartett in Lederhosen und Dirndl vorgetragene „Schützenliesel“-Version – der Beifall des Publikums war den jungen Akeuren für diese Darbietungen sicher.

Pokale ausgelobt

Für Unterhaltung auf dem Festgelände sorgten außerdem die Ellenberger Blasmusiker mit ihren Klängen. Wer wollte, konnte sein Glück am Quarnebecker Schießwagen ausprobieren und bei entsprechenden Volltreffern einen der drei ausgelobten Pokale ergattern.

Und auch für das leibliche Wohl hatten die Rohrberger Schützen vorgesorgt. Der Tangelner Olaf Pillatzke ließ ein Schwein am Spieß drehen, im Schützenhaus luden die Frauen des Vereins zu Kaffee und selbstgebackenen Kuchen ein und auch der Getränkewagen war dicht umlagert.