Immekath l Radfahren ist für Johanna Steffens aus Steimke kein Problem. Entspannt sitzt sie auf dem Sattel und umkurvt locker die Hütchen. Vor einem roten, achteckigen Verkehrszeichen stoppt sie. „Gut gemacht“, ruft Carsten Michels von der Verkehrswacht Salzwedel. Er und seine Kollegen waren am Donnerstag am Saal in Immekath zu Gast, um Mädchen und Jungen aus den Kindertagesstätten Immekath, Steimke und Kusey für den Straßenverkehr fit zu machen. „Unser großes Thema heute ist die Sicherheit“, umschrieb Wolfgang Pietsch das anstehende Programm. „Wir wollen euch eine Menge beibringen und sehen, was ihr schon wisst und könnt“, ergänzte Pietsch.

Dazu waren mehrere Stationen aufgebaut. Eine davon betreute Carsten Michels, der einen Parcous für Roller, Fahrrad und Laufrad aufgebaut hatte. „Habt ihr denn alle einen Fahrradhelm?“, fragte er die Kinder. Der sei nämlich ganz wichtig. „Wenn ihr keinen aufsetzt und hinfallt, dann habt ihr vielleicht ein Loch im Kopf, liegt vier Wochen im Krankenhaus und könnt nicht mit euren Freunden spielen“, machte Michels deutlich. „Den Helm dürft ihr nie vergessen“, mahnte er und machte die Steppkes zudem mit einem der wichtigsten Verkehrszeichen vertraut, dem Stopp-Schild. „Wenn ihr das seht, dann müsst ihr immer anhalten“, betonte Michels. „Dann schaut ihr nach links, nach rechts, nach links, vergewissert euch nochmal, ob wirklich kein Auto kommt und erst dann dürft ihr weiterfahren“, informierte er.

Immer anschnallen

Dann ging es zu einem Platz mit kleinen Hindernissen und Brücken, wo die Kinder zu Fuß ihre Geschicklichkeit, Balance und Motorik unter Beweis stellen sollten.

In Sichtnähe wartete schon Wolfgang Pietsch auf die Kinder. Er stand neben einem Gestell, das simulieren sollte, was passieren kann, wenn man im Auto nicht angeschnallt ist und es zu einem Unfall kommt. „Wenn ihr mit Mama oder Papa unterwegs seid, wo sitzt ihr dann: vorne oder hinten“?, wollte Pietsch wissen und erschrak, als einige Kinder erzählten, manchmal vorne zu sitzen. „Das geht gar nicht“, stellte Pietsch klar. „Kinder sitzen grundsätzlich hinten.“ Der Sicherheit wegen. Unter anderem sind die Knirpse dort bei einem Crash nicht so sehr der Gefahr ausgesetzt, von umherfliegenden Splittern der Frontscheibe verletzt zu werden, weil die Vordersitze einen gewisen Schutz bieten. „Ich hoffe“, so fasste Pietsch zusammen, „das ihr das verstanden habt. Es geht um eure Gesundheit.“

Weitere Themen waren die Bedeutung von Verkehrszeichen, Fußgängerampel und Zebrastreifen und dass es vor allem im Herbst und Winter wichtig ist, helle oder reflektierende Kleidung zu tragen.

Speziell für jene Kinder, die nächstes Jahr zur Schule kommen, ging es auch noch um den toten Winkel und das richtige Verhalten an Bushaltestellen. „Damit ihr gut vorbereitet seid“, wie Pietsch sagte.