Klötze l Wenn Klötzes Fußball-Spartenleiter André Dörk seine Kicker zu einem Einsatz bittet, dann folgen sie auch der Einladung. So war es im Vorjahr, als die drei Rasenplätze nach der Maulwurfplage komplett neu angelegt wurden. Auch bei der jüngsten Baumschnittaktion im Geschwister-Scholl-Stadion waren an den beiden Sonnabenden einmal zehn und, beim zweiten Mal, sogar 15 Fußballer mit dabei, um insgesamt über 100 Kiefern und Laubbäume von Wildwuchs zu befreien oder komplett zu entsorgen. „Die beiden Arbeitseinsätze waren mit der Stadtverwaltung abgesprochen“, betonte André Dörk, der in den Reihen der Sportler auch Baumschnitt­experten hat.

Er bedankt sich besonders bei Olaf Reek. Der hielt die Fäden für die beiden Arbeitseinsätze in den Händen. Die Mitarbeiter der Stadtwirtschaft haben in dieser Woche das Holz dann fachmännisch geschreddert und somit auch entsorgt.

Auf den Außenanlagen um das Haupt-Fußballfeld herum waren die Kicker mit der Motorsäge im Einsatz und sorgten mit dem Baumschnitt für mehr Sicherheit der Zuschauer. Die wurde vor zwei Jahren mit der Beseitigung der Pappeln an der Seite zur Geschwister-Scholl-Straße schon begonnen. „Pappeln sind Weichholzbäume, und die Äste fallen sehr schnell auf die Erde. Da sie nicht nur eine Gefahr für die Stadionbesucher, sondern auch für die Autofahrer und Fußgänger in diesem Bereich bedeuten, wurden sie komplett entsorgt, auch die, die noch im Stadionbereich standen“, betonte der städtische Sachgebietsleiter im Bau- und Liegenschaftsamt, Gordon Strathausen.

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Die Baumschnittaktion war der Auftakt für die weitere Umfeldgestaltung im Stadion. Denn, so der Spartenleiter, ist für die Zukunft geplant, die auf der Ostseite noch gut erhaltenen Kunststoff-Sitzbänke abzubauen und auf der gegenüberliegenden Seite neu anzubringen. Das soll dann in Zukunft zu den Heimspielen der VfB-Kicker die neue Zuschauertribüne werden.

Auch neue Kunststoff-Sitzbänke auf einer Länge von 50 Metern sind bereits vorgesehen. „Die wurden von der Stadt schon gekauft“, informierte André Dörk. Die wollen die Fußballer im Laufe des Jahres in Eigenregie dann selbst montieren.

Die beiden Trainerbänke sollen auf ihrem jetzigen Platz bleiben. Sie erhalten allerdings im Frühjahr noch ein neues Dach. Im Zuge der Umfeldgestaltung ist zudem vorgesehen, auch wieder eine Bandenwerbung anzubringen. Dazu sollen heimische Firmen angesprochen werden, die im Geschwister-Scholl-Stadion werben und damit den Verein finanziell unterstützen.

Einen großen Wunsch haben die Fußballer um ihren Spartenleiter André Dörk dennoch. Das ist der Neubau eines Vereinshauses auf dem Stadiongelände. Nach dem Abriss der ehemaligen Sporthalle mit dem Sozialgebäude vor einigen Jahren, müssen die Aktiven sich in der Zinnnberghalle umziehen und damit immer über die viel befahrene Straße in das Stadion gehen. Auch die Zuschauer gehen zum Toilettengang über die Straße in die Zinnberghalle. Doch nach dem gegenwärtigen Stand liegt noch keine konkrete Planung für den Vereinsneubau vor. Ein Grund ist die Finanzierung des neuen Hauses.