Das Betreuungsforstamt Westliche Altmark lud gestern zum Tag des Waldes in den Zartau ein

Viele Besucher in der Natur

Von Markus Schulze

Zum Tag des Waldes lud das Betreuungsforstamt Westliche Altmark gestern in den Klötzer Forst ein. An der Lehrlingsausbildungsstätte Zartau durften sich die mehreren hundert Besucher auf ein abwechslungsreiches Programm freuen.

Klötze. Tammo Schimmelpfennig war ganz aus dem Häuschen. Zum ersten Mal in seinem Leben sah er einen Harvester. Doch damit nicht genug. Gemeinsam mit seinem Opa, Hans-Joachim Ast aus Kunrau, durfte der kleine Klötzer den riesigen Vollernter sogar beklettern und von innen begutachten. Dies und noch viel mehr wurde gestern beim Tag des Waldes im Zartau angeboten.

"Wir haben ein buntes Programm zusammengestellt und hoffen, dass es Ihnen gefällt", sagte Gastgeber Helmut Jachalke, Leiter des Betreuungsforstamtes Westliche Altmark in Klötze, zur Eröffnung. Neben unzähligen weiteren Gästen konnte er unter anderem Ortsbürgermeister Klaus Ewertowski, die Landtagsabgeordneten Uwe Harms und Jürgen Barth sowie den Präsidenten des Landesjagdverbandes, Dr. Hans-Heinrich Jordan, begrüßen.

Der Tag stand ganz im Zeichen des von den Vereinten Nationen ausgelobten Internationalem Jahr der Wälder. Damit, so erklärte Helmut Jachalke, solle die Bedeutung der Forsten hervorgehoben werden. "Kleine Ausschnitte wollen wir Ihnen heute zeigen."

Beispielsweise verdeutlichte Forstwirt-Azubi Lutz Held an einem Stand, dass der Waldboden das Wasser viel besser filtern kann, als jedes andere natürliche Material. Indes verschwand Falko Ohlmeyer fast in einer Grube. Der Experte erläuterte, wie die heimischen Bäume auf den Klimawandel reagieren.

A propos Bäume: rund um die Ausbildungsstätte kommen diese "langsam in die Jahre", merkte Helmut Jachalke an. Nach und nach werden sie deshalb abgesägt. "Doch im Sinne der Nachhaltigkeit wollen wir natürlich dafür Sorge tragen, dass hier auch weiterhin gesunde Bäume stehen." Deshalb überließ er Dietmar Collatz, Leiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Gardelegen, sowie Tim Kanstorf (Forstwirt-Azubi im zweiten Lehrjahr) die Ehre, an Ort und Stelle eine Esskastanie zu pflanzen.

Derweil vergnügten sich die Besucher etwa bei Filmvorführungen mit der Jübarer Revierförsterin Susanne Kalweit, bei Kutschfahrten mit Dietmar Wischer aus Ferchau, Infos zu Pilzen vom Sachverständigen Dr. Gerhard Schnüber aus Klötze, am Schießstand des Quarnebecker Schützenvereins, den Klängen der Klötzer Jagdhornbläser oder dem großen kulinarischen Angebot. Auf der Speisekarte standen zum Beispiel ofenfrischer Kuchen von Heiko Hutopp aus Klötze, Schwein am Spieß von Wolfgang Nielsen aus Weteritz, Erbsensuppe aus der Gulaschkanone der Klötzer Feuerwehr oder auch gebackenes Schaf.

Die Gäste waren jedenfalls begeistert. So meinte etwa die Klötzerin Edda Joite: "Wir kommen schon seit vielen Jahren hierher. Es gibt überall was zu entdecken. Vor allem für Kinder ist das ein Spaß und auch für Erwachsene sehr interessant."