Neuferchau l Die Wahl des Vorstandes stand bei der Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft Neuferchau auf der Tagesordnung. Zu der Zusammenkunft waren am Freitagabend Grundeigentümer in den Jägerraum am örtlichen Saal eingeladen worden.

Vier Kandidaten hatten sich bereit erklärt, die Arbeit im Vorstand fortzuführen, wurde mitgeteilt. Die Runde stimmte dafür, dass Henry Hartmann auch in Zukunft Vorsitzender der Jagdgenossenschaft sein soll. Außerdem wurden Renate Brüggemann (Schriftführerin), Siegmar Schultze (Kassenwart) sowie Hans-Jürgen Kleinecke (Beisitzer) in den Vorstand gewählt. Aus Altersgründen, so hieß es, sei Martin Voß nicht mehr angetreten.

Zum Thema Jagd konnte Hartmann zuvor berichten, dass es im abgelaufenen Jagdjahr keine nennenswerten Wildschäden gegeben habe, es seien keine Schäden zu regulieren gewesen. Sorgen machen müsse man sich um den Wildschweinbestand, die Zahl der Schwarzkittel sei merklich gestiegen. Verlassen würden sie das Revier nicht mehr, der Mais sei auf den Äckern gelegt.

Den Bericht der Pächtergemeinschaft gab Werner Bierstedt. Mit Blick auf die Strecke im Jagdjahr 2018/2019 teilte er mit, dass insgesamt 18 Böcke geschossen worden seien. Beim weiblichen Rehwild seien es acht Tiere, vier Kitze und vier Ricken, gewesen. Weiterhin seien zehn Wildschweine erlegt worden. Zahlen konnte der Pächtersprecher zudem für das Raubwild und Raubzeug nennen. So seien fünf Waschbären, zwölf Füchse, zwei Dachse, zwei Marderhunde, fünf Marder und drei Krähen erlegt worden. Bei Wildunfällen hätten insgesamt elf Tiere ihr Leben gelassen. Fünf Rehe seien mit Fahrzeugen kollidiert. Außerdem seien zwei Wildschweine, zwei Füchse sowie zwei Hasen im Straßenverkehr gestorben. Unfallschwerpunkt sei dabei die Strecke zwischen Neuferchau und dem Umspannwerk bei Kunrau.