Schwiesau l Seit knapp einem Jahr ist der Klötzer Hartmut Nix Vorsitzender des Freundeskreises Altmärkische Schweiz. Der frühere Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft beerbte Dr. Wilfried Schielke, der vor einigen Jahren der Initiator der Schwiesauer Wassertretstelle war.

Die aktuelle Corona-Pandemie behindert momentan allerdings auch die Arbeiten der etwa 20 Mitglieder des Freundeskreises Altmärkische Schweiz an der Schwiesauer Wassertretstelle. „Eigentlich sind wir alle 14 Tage mit einem Teil der Mitglieder vor Ort und sorgen für ein gutes Aussehen der Wassertretstelle. Doch aufgrund der Corona-Krise hatten wir noch keinen Arbeitseinsatz in diesem Jahr“, bedauert der neue Vorsitzende. Allerdings musste er vor einer Woche doch zum Domizil am Beeke-Bach und dem Schwiesauer Stausee schauen. Denn es gab eine illegale Feier, die nicht ganz ordnungsgemäß über die Bühne ging.

Doch ansonsten hat sich das Areal zwischen Klötze und Schwiesau zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt, der nicht mehr nur den Status des Geheimtipps hat. Dabei stellt Hartmut Nix klar, dass die Wassertretstelle kein Tourismuszentrum ist, sondern ein Treffpunkt für eine naturnahe Erholung. Und die nutzten auch am Osterwochenende einige, wenige Radfahrer oder Besucher mit dem Auto, um in den schweren Zeiten frische Luft zu tanken. Denn die Corona-Pandemie hat auch negative Auswirkungen auf die Besucherzahlen des Domizils. Zahlen aus dem Vorjahr wollte der neue Vorsitzende nicht nennen.

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Besucher aus der Schweiz und Österreich

Aber ein Blick in das bald wieder ausgelegte Gästebuch zeigt, die Besucher kommen nicht nur aus der Region. Denn auch Schweizer und Österreicher haben sich in dem Buch eingetragen und der Anlage viel Lob gezollt. „Radwanderer aus Niedersachsen haben die Wassertretstelle seit dem Vorjahr auch für sich entdeckt und machen hier Station“, erzählt Hartmut Nix. Er hat im Vorjahr auch einen Studenten auf der Sitzbank am Stausee angetroffen. Er schrieb seine Bachelor-Arbeit. „Hier ist es schön ruhig. Ideale Bedingungen für meine Abschlussarbeit“, antwortete der Akademiker dem Freundeskreis-Vorsitzenden.

Doch nicht nur der Student hat den Entspannungsort für sich gefunden. Senioren-, Radfahrer- und Wandergruppen von Vereinen oder anderen Organisationen finden den Weg vor den Toren Schwiesaus und loben den naturnahen Ort.

Diese Anerkennung hören Hartmut Nix und seine Mitstreiter gern. Doch sie müssen in ihrer Freizeit auch einige Stunden investieren, damit das Gelände mit der Wassertretstelle, den Sitzplätzen am künstlich angelegten Stausee sowie dem „Jägerhorn“ mit der Natursteinwand in Ordnung bleibt. Arbeit ist immer. Am Stausee müssen die Steine in Ordnung gebracht werden und auch die zahlreichen Sitzgruppen bedürfen einer regelmäßigen Pflege mit Holzschutzfarbe. Doch das haben Hartmut Nix und seine Heimatfreunde (Durchschnittsalter 65 Jahre) fest im Griff. Sie warten schon, dass die Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden und sie ihre Arbeitseinsätze starten können. Denn nach dem Eiswassertreten am 6. Januar sind im Mai die Jahreshauptversammlung, im Juni das Volksliedersingen sowie am 3. Oktober die Herbstwanderung vorgesehen.