Klötze/Tangeln l Die Mitarbeiter vom Wasserverband Klötze (WVK) sind derzeit mit der Herstellung von neuen Trinkwasseranschlüssen beschäftigt. Eigentlich soll das bis zum Jahresende erledigt sein. Hinter diesen Plan setzte WVK-Geschäftsführerin Birgit Lange allerdings ein Fragezeichen. Bei der Verbandsversammlung am Donnerstagabend (12. November) berichtete sie nämlich von insgesamt elf Rohrbrüchen, die sich seit Ende August im Verbandsgebiet ereignet haben.

Größere Rohrbrüche mit längeren Wasserunterbrechungen gab es in Nesenitz, Mellin, Lockstedt/Hohenhenningen und Dannefeld. „Aufgrund der Größe des Schadens und der benötigten Fremdleistungen konnten diese Schäden nicht sofort nach Feststellung, sondern erst am Tag danach beseitigt werden“, informierte Birgit Lange.

Gegebenenfalls Kanister verteilen

Die WVK-Mitarbeiter haben gut zu tun. Am Mittwoch (11. November) gab es dann noch einen größeren Rohrbruch in Tangeln. Der genaue Grund ist noch unklar. Es sehe aber danach aus, dass die Rohrleitung bereits am Sonnabend zuvor durch Druckstöße längs über mehrere Meter gerissen sei. Laut Birgit Lange sind der Kindergarten und einige Privathaushalte betroffen. Es wurde eine Notversorgung aufgebaut, um die Kunden zu versorgen, „Sonst hätten die Leute gar kein Wasser“, sagte die WVK-Geschäftsführerin. „Gegebenenfalls verteilen wir Wasser in Kanistern“, kündigte der Technische Leiter Detlef Bock an.

Parallel gab es am Donnerstagmorgen noch einen Wasserrohrbruch an der Salzwedeler Straße in Klötze, der sofort beseitigt werden musste. Dazu wurden die WVK-Mitarbeiter kurzzeitig aus Tangeln abgezogen.

Der Wasserverband Klötze versorgt 50 Orte mit Trinkwasser, verteilt auf die Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf sowie die Einheitsgemeinden Klötze und Gardelegen.

Die Verbandsversammlung fand aus Platzgründen nicht im WVK-Gebäude, sondern im Saal der Milcherzeugergenossenschaft Klötze statt. Es gab ein Hygienekonzept. Die Teilnehmer verpflichteten sich zur Einhaltung der gängigen Regeln.