Immekath l 2013 wurde das Bodenordnungsverfahren Immekath eingeleitet. Wie Ortsbürgermeister Peter Gebühr bei der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates ankündigte, sei 2019 mit dem Start einiger Wegebauten zu rechnen, wobei zunächst Maßnahmen zum Erosionsschutz durchgeführt werden sollen. Vor allem sei angedacht, Windschutzstreifen anzulegen, wie Gebühr beim Treffen der Teilnehmergemeinschaft erfuhr. Skeptisch zeigte er sich, ob der gesamte Wegebau in dem vorgesehenen Ausmaß realisiert werden kann, „weil die Preise nach oben gehen“.

Wie Steffen Bauer vom Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) auf Volksstimme-Anfrage informierte, solle es beim BOV Immekath nun tatsächlich in die Vollen gehen. Priorität habe der Erosionsschutz. Dazu sollen Hecken gepflanzt und Gräben erweitert werden. Wegebau solle am Breitenfelder Weg, am Lindenberger Weg, am Mühlenweg und am Weg zum Friedhof betrieben werden. Sobald die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen gegeben sind, könnten diese Maßnahmen 2019 beginnen, teilte Bauer mit. „Ziel dieser ersten Maßnahmen ist es, die Wasser-Erosion aus dem Ort und von der Kreisstraße 1117 fernzuhalten.“

Preise können sich ändern

In Anbetracht dessen, dass Grundstücke in Immekath in der Vergangenheit bei starken Regenfällen überflutet wurden, liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Erosionsschutz. Allein dafür sollen 170.000 Euro aufgewendet werden. Die voraussichtlichen Gesamtkosten des BOV Immekath betragen 3,895 Millionen Euro. Davon entfallen laut Bauer außerdem 2,6 Millionen Euro auf den Wegebau, 400.000 Euro auf Gewässerbauwerke, 145.000 Euro auf Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, 270.000 Euro auf die Vermessung und 310.000 Euro auf Nebenkosten. Der ALFF-Mitarbeiter macht darauf aufmerksam, dass diese Kalkulation aus dem Jahr 2018 stamme, „die aktuelle Baupreisentwicklung kann zu Abweichungen führen, die sich erst mit der Ausschreibung der Maßnahmen ergeben“.

Dem Erosionsschutz wird beim BOV Immekath, wie erwähnt, eine besondere Bedeutung beigemessen. Auf dem Breitenfelder Weg, dem Lindenberger Weg, dem Mühlenweg und den Weg am Friedhof sollen Querrinnen und Ableitungen dazu beitragen, dass das Wasser bei heftigen Niederschlägen nicht mehr in den Ort oder zur K 1117 strömt. Steffen Bauer betont, dass die Freihaltung von Gräben und Durchlässen nicht Bestandteil des Wege- und Gewässerplanes sei, aber dennoch wichtig wäre, um Erosion zu vermeiden. Diese Aufgaben dürften dem Unterhaltungsverband Jeetze zukommen.

Querspange ab Friedhof

Doch nicht nur der Erosionsschutz spielt beim BOV Immekath eine Rolle. Bei einem Info-Abend im Jahr 2013 hieß es, dass der Ort auch in puncto Verkehr entlastet werden soll. Damals wurde darüber nachgedacht, eine Querspange von der Dönitzer Straße zu Fricopan (heute: Paradiesfrucht GmbH) oder zur Kuseyer Chaussee zu schaffen. Laut Bauer solle der Weg am Friedhof als Verbindung zur Paradiesfrucht GmbH dienen. Hingegen sei eine Verbindung zur Kuseyer Chaussee nicht vorgesehen.