Klötze l Die Wohnungsbaugenossenschaft Klötze eG hat im Geschäftsjahr 2018 rund 445.100 Euro für die Instandhaltung der Wohnungen ausgegeben, teilt das geschäftsführende Vorstandsmitglied Heike Meise auf Anfrage der Volksstimme mit. In die laufende Instandhaltung wurden 143.600 Euro investiert, für die Herrichtung von Wohnungen zur Neuvermietung wurden 126.000 Euro ausgegeben.

Für die Herrichtung von acht Sozialwohnungen, einschließlich Planungskosten, wurden 175.500 Euro aufgewendet. Diese acht Wohnungen dürfen nur mit Vorlage eines Wohnberechtigungsscheines vermietet werden, informiert Heike Meise.

Vermietung ist schwierig

Bereits 2017 hat die Wohnungsbaugenossenschaft bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt Fördermittel aus dem Förderprogramm „Sachsen-Anhalt – Wohnraum herrichten“ für acht Wohnungen beantragt. Hierzu erging am 1. Februar 2018 ein positiver Bescheid von Seiten der Investitionsbank. Gefördert werden maximal 10.000 Euro je Wohnung, weiß Heike Meise. Der Fördermittelbescheid beläuft sich auf 80.000 Euro. Die Kosten für diese Maßnahme lagen bei 175.500 Euro. Das bedeutet, dass 95.500 Euro aus Eigenmitteln der Wohnungsbaugenossenschaft finanziert wurden. 72.000 Euro gab es 2018 von der Investitionsbank. „Die restlichen 8000 Euro werden nach Prüfung des Verwendungsnachweises an uns ausgezahlt“, berichtet Heike Meise. Diese acht Wohnungen unterliegen nach Fertigstellung der Belegungsbindung für zehn Jahre. Hier ist also ein Wohnberechtigungsschein erforderlich. Die Miete ergibt sich gemäß einer Richtlinie des Altmarkkreises Salzwedel aus dem Sozialgesetzbuch. „Die Vermietung dieser acht Wohnungen gestaltet sich trotz kompletter Modernisierung und geringer Mietbelastung schwierig, da die Vermietung an den Wohnberechtigungsschein gekoppelt ist. Es wird derzeit geprüft, ob eine freie Vermietung möglich ist“, sagt Heike Meise.

Für das Geschäftsjahr 2019 kündigt sie Modernisierungs- und Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von 515.500 Euro an. Hierbei handelt es sich um das Herrichten von Wohnungen für die Wiedervermietung und um laufende Instandhaltungskosten in Höhe von 337.500 Euro. Des Weiteren werden zwölf Wohnungen im Zichtauer Weg 17 bis 18 mit Balkonen ausgestattet. Die Kosten hierfür sind mit 178.000 Euro veranschlagt, erklärt Heike Meise.

Fördermittel für Fahrstuhlbau

Von der Wohnungsbaugenossenschaft werden zurzeit Fördermöglichkeiten in Augenschein genommen, beispielsweise für den Fahrstuhlanbau. Diese Maßnahmen haben ein Kostenvolumen von 800.000 Euro und können aufgrund von Kapazitätsengpässen bei den bauausführenden Firmen erst Ende 2019/Anfang 2020 durchgeführt werden, ahnt Heike Meise. Die Durchführung dieser Maßnahme hängt zum einen von der Kostenschätzung durch ein Architektenbüro und zum anderen von den Förderprogrammen der Investitionsbank Sachsen-Anhalt ab. „Ganz klar ist, dass die Wohnungsbaugenossenschaft Klötze eG diese Maßnahmen nur durchführen kann, wenn die Fördermittel positiv beschieden werden. Gleichzeitig müssen zusätzlich zu den Eigenmitteln auch Fremdmittel eingesetzt werden. Entscheidungen dazu werden erst nach Planungssicherheit, voraussichtlich im Sommer 2019 erfolgen“, blickt Heike Meise voraus.