Immekath l Elf Wolfsrudel leben in Sachsen-Anhalt, ein weiteres wechselt zwischen Brandenburg und unserem Bundesland. Das ist die neueste Zahl, die im Wolfskompetenzzentrum in Iden (WZI) vorliegt. Sie stammt aus dem Wolfsjahr 2017/2018. Ein Wolfsjahr reicht vom 1. Mai, wenn die ersten Welpen geboren werden, bis Ende April, erläuterte Julia Kamp im Gespräch mit der Volksstimme. „Mit mindestens 92 Individuen im Land müssen wir rechnen“, sagte die junge Biologin.

In dem Vortrag ging sie auf die Anfänge ein, aber auch auf die aktuelle Situation. „Erste territoriale Ansiedlungen des Wolfes sind 2008 auf dem Schießplatz Altengrabow registriert worden, die erste nachgewiesene Reproduktion ein Jahr später.“ Seither breitete sich der Wolf immer mehr aus.

Rudel im Forst

Das von der Entfernung her nächste Rudel für die Immekather lebt im Klötzer und Zichtauer Forst, ein weiteres in der Colbitz-Letzlinger Heide. „Dort könnte es auch ein zweites Rudel geben“, stellte Julia Kamp in Aussicht.

Innerhalb eines Jahres verzeichnete das WZI eine geringe Zunahme der Wolfsanzahl. Bei den Nachweisen sind die Mitarbeiter auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, Jäger mit ihren Wildkameras, Sportler und Spaziergänger. Bei Rissen von Tieren werden auch DNA-Spuren genommen.

Doch woran erkennt man einen Wolf? Julia Kamp: „Wolfsohren sind klein und rund, die eines Hundes lang und spitz. Im Sommer trägt ein Wolf kurzes glattes Fell in unterschiedlichen Schattierungen.“