Jubiläumszeltlager des Feuerwehrverbandes Altmarkkreis Salzwedel im Ferienpark war ein voller Erfolg / 21 teilnehmende Wehren

Zichtau: Abenteuer für Feuerwehrnachwuchs

Von Fabian Laaß

Das Jubiläumszeltlager der Jugendfeuerwehren im Zichtauer Ferienpark war ein voller Erfolg. An der 20. Ausgabe des beliebten Lagers nahmen 21 Wehren teil. Der Feuerwehrnachwuchs musste sich in verschiedenen Disziplinen messen.

Zichtau l Bereits seit 20 Jahren veranstaltet der Feuerwehrverband Altmarkkreis Salzwedel im Sommer ein Zeltlager für seine Jugendwehren. Am Wochenende war es wieder einmal soweit: 21 Jugendwehren waren angereist, um gemeinsam zu lernen und Spaß zu haben.

"20 Jahre sind eine lange Zeit. Dass unser Zeltlager immer noch stattfindet, zeigt, dass wir viele Dinge richtig zu machen scheinen", sagte Lagerleiter Axel Hübner, Jugendfeuerwehrwart in Jeetze.

Schon fast traditionell war auch das schlechte Wetter, welches die Feuerwehrzeltlager begleitet. "Ich kann mich lediglich an zwei Lager erinnern, wo wir schönes Wetter hatten. Da war aber dann das Lagerfeuer in Gefahr, weil die höchste Waldbrandstufe herrschte", erinnerte sich Hübner. Gemeinsam mit seiner Tochter Carola, Truppführerin in Jeetze, hatte er die Fäden beim diesjährigen Zeltlager in der Hand. Nach der Anreise am Donnerstag und dem Aufbau der Zelte wurde abends eine Disco veranstaltet.

Am Freitag begannen dann die Wettkämpfe im Paddelbootrennen, Minigolf und Volleyball. "Beim Volleyball gibt es einen eigenen Pokal. Bei allen anderen Wettkampfstationen werden Punkte für die Gesamtwertung gesammelt", erklärte Carola Hübner.

Hundestaffel der Polizei kam zu Besuch

Der erste Höhepunkt des diesjährigen Jugendwehrlagers folgte bereits am Freitagnachmittag, denn die Hundestaffel der Polizei kam zu Besuch. Die Polizisten erklärten den jungen Brandschützern, wie sie mit ihren Hunden Drogen aufspüren. Am Abend begaben sich die 22 Mannschaften - die Diesdorfer Jugendwehr hatte zwei Teams gebildet - auf eine Nachtwanderung.

"Auf der fünf Kilometer langen Tour haben wir sechs Stationen aufgebaut. Neben Knotenkunde, Stiefelweitwurf, Torwandschießen und dem Öffnen von Schlössern mussten auch Fragen zum Baum und Vogel des Jahres beantwortet werden", berichtete Carola Hübner.

Aufgrund des regnerischen Wetters mussten die beliebten Stationen Quad-Fahren und lebendiger Kickertisch ausfallen. Dafür hatten sich die Mitglieder des DRK-Zugs Salzwedel etwas Besonderes für die Kinder und Jugendlichen ausgedacht. Sie hatten einen Schminkkasten dabei, mit dem sie Wunden nachstellen konnten. "So können die Mannschaften an der DRK-Station Punkte für den richtigen Umgang mit Verletzten bekommen und gleichzeitig die Erste Hilfe üben" freute sich Axel Hübner. Die Rettungssanitäter hatten zusätzlich noch Pfeil und Bogen für den Wettbewerb im Bogenschießen im Gepäck.

Rückblick beim Festappell

Bevor am Samstagabend zum großen Festappell gerufen wurde, hatten die Teilnehmer beim Jugendforum die Möglichkeit, Kritik an der Arbeit in den Jugendwehren und am Zeltlager zu üben und Verbesserungsvorschläge zu machen.

Der Festappell von Axel Hübner stand in diesem Jahr ganz im Zeichen des Rückblicks auf die vergangenen 20 Jahre. "Euch ist es zu verdanken, dass wir dieses Zeltlager über so eine lange Zeit veranstalten konnten. Ihr alle könnt die Mitgliederzahlen in den Jugendwehren steigen lassen, indem ihr Werbung unter euren Freunden und Bekannten macht", erklärte der Lagerleiter. Die Idee eines Zeltlagers für den Nachwuchs sei bereits in den 80er Jahren bei den jungen Brandschutzhelfern entstanden, so Hübner. Allerdings seien erst 1992 mit der Gründung der ersten Jugendwehren Nägel mit Köpfen gemacht worden.

"Zwischenzeitlich hatten wir an die 600 Teilnehmer. Aber wenn ich mir die derzeitigen Mitgliederzahlen ansehe, haben wir doch eine sehr gute Quote erreicht", erklärte Karin Wunderlich, Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Altmarkkreis Salzwedel. Neben dem Vize-Landrat Eckard Gnodtke war unter anderem auch Landesjugendfeuerwehrwart Michael Kiel unter den Gästen.

Axel Hübner blickte während seiner Rede auch auf Anekdoten aus 20 Jahren Zeltlager zurück: "Bei einer Nachtwanderung hat sich eine komplette Gruppe im Wald verlaufen und musste im Nachbarort abgeholt werden.

Ehrennadel für Carola Hübner und Frank Rosenberg

Ein anderes Mal hat sich ein laufendes Einsatzfahrzeug von allein verschlossen, und der Bürgermeister musste aus einem 40 Kilometer entfernten Ort anreisen."

Jedes Jahr beim Zeltlager dabei waren Monika und Bernd Brandt aus Binde. Dafür bekamen sie genau wie alle ehemaligen Lagerleiter eine Jubiläumsfliese von Axel Hübner. Mit der Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes wurden Carola Hübner und Frank Rosenberg ausgezeichnet. Außerdem bekam Sylvia Schilling eine Ehrenurkunde für die Arbeit in der Jugendfeuerwehr Kaulitz. Frank Schulze wurde eine Auszeichnung des Jugendfeuerwehrverbandes Sachsen- Anhalt überreicht. Der Ferienpark Zichtau erhielt das Ehrenschild "Partner der Feuerwehren des Deutschen Feuerwehrverbandes".

Einen Dank richtete Axel Hübner an den DRK-Zug Salzwedel für die Unterstützung, den Ferienpark Zichtau für die Verpflegung sowie an seine Kollegen des Jugendfeuerwehrausschusses, mit denen er das Zeltlager organisiert hatte.