Magdeburg (dpa/twu) l Zur ersten Zweitliga-Begegnung zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem FC St. Pauli ist es zu einem regelrechten Verkehrschaos in der Magdeburger Innenstadt gekommen. Grund dafür war zum einen der Fanmarsch der Hamburger, die aus ihrem Zug am Bahnhof-Neustadt ausstiegen und unter Polizeischutz (Bundespolizei, Polizei Hamburg mit Reiterstaffel, Polizei Thüringen, Polizei Brandenburg) quer durch die Stadt zum Stadion liefen. Zum anderen hatte der FCM einen großen Fanmarsch organisiert, an dem sich mehrere Tausende Fans beteiligten. Beide Fanmärsche verliefen bis auf einige Böllerwurfe ruhig.

Zusätzlich war der Magdeburger Hauptbahnhof am Sonntagmittag für einen Polizeieinsatz kurzzeitig komplett gesperrt worden. Etwa eine halbe Stunde lang konnten keine Züge ein und ausfahren, wie eine Sprecherin der Bundespolizei sagte. Der Einsatz habe jedoch nichts mit der Partie und den Fans zu tun gehabt, sagte die Sprecherin. Worum es ging, wollte die Polizei nicht mitteilen.

Die Fans der Hamburger Gäste seien regulär an einem anderen Bahnhof ausgestiegen. Es könnten jedoch Heimfans aus den umliegenden Städten in den kurzzeitig angehaltenen Zügen gesessen haben.

Der FC Magdeburg ist als Drittligameister aufgestiegen und startete am Sonntag in die erste Zweitliga-Saison seiner Geschichte. Das erste Heimspiel war ausverkauft und stand ab 13.30 Uhr an. Magdeburger müssten den ganzen Tag mit Straßensperrungen und Behinderungen im Stadtgebiet rechnen, hieß es.