Magdeburg l Eingeladen zur Sitzung der gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Nordwest/Neu-Olvenstedt war Simone Andruscheck als Leiterin des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe, die nähere Informationen zum Neubau des Spielplatzes zwischen Schule und Kindertagesstätte Hugo-Junkers-Allee/Ostrowskistraße gab. Demnach soll der Spielplatz im Jahr 2017 gebaut und noch vor den Sommerferien zusammen mit den Kindern eingeweiht werden.

Endentwurf bis Herbst

„Wir wollten die Kinder mit ihren Vorschlägen für die Gestaltung ihres Spielplatzes mit einbeziehen. Dazu haben wir ihre Wünsche zusammengetragen und werden jetzt an die Spielgerätehersteller herantreten“, sagte Simone Andruscheck. Der Endentwurf soll im Herbst vorliegen.

Den Mitgliedern der Gemeinwesenarbeitsgruppe stellte sie frisch gedruckte Plakate vor, auf denen die Kinderwünsche auch mit Zeichnungen einzusehen waren. Laut diesem Vorentwurf wird das Thema „Wilder Westen“ bestimmend sein. So soll es ein Indianerlager geben mit einer Anordnung verschiedener Tipis als Kletterelemente mit Integration von Rutsche und Schaukel und einer „Kochstelle“. Dazu kommt eine Ausstattung mit Pferden in stehender und liegender Position, Totempfähle, Drehscheiben und Indianerfiguren. Alle Elemente bestehen aus Holzkonstruktionen mit farblicher Abstimmung.

Saloon und Theke

Nicht fehlen soll auch eine Westernstadt mit Saloon und Theke, Sheriffstation mit einem Gefängnis oder die Goldmine für kleine Schatzsucher. Die Westernstadt wird auf verschiedenen Spielebenen gebildet, die untereinander über Balancierseile, -netze oder -stege verbunden sind. Über eine Steganlage erreichen auch Rollstuhlfahrer das Spielgeschehen. Durch einen Klangfelsen erfolgt die Integration von Instrumenten wie etwa Gong, Triangel oder Windspiel in die Felslandschaft.

Einen großen Anklang fand der vorgestellte Entwurf bereits jetzt bei den GWA-Mitgliedern, die es vor allem begrüßten, dass die Kinder mit einbezogen wurden.

Dieses soll laut Simone Andruscheck auch beim künftigen Kinderspielplatz in der Hans-Grade-Straße im angrenzenden Neu-Olvenstedt geschehen, wo die Beteiligung von Kindereinrichtungen im Frühjahr 2017 erfolgt, der Neubau des Spielplatzes dann 2018. Für beide Maßnahmen zusammen hat die Stadt eine halbe Million Euro zur Verfügung gestellt.

... wie in Texas

Nordwest wird im Magdeburger Volksmund auch „Texas“ genannt. Der Überlieferung nach geht der Name auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. Der Stadtteil war von Kriegsschäden weitgehend verschont geblieben, weshalb es dort wegen der schwierigen Versorgungslage zu vielen Diebstählen „... wie in Texas ...“ gekommen sein soll.