Magdeburg l Es soll die endgültige Lösung für den seit Jahren schwelenden Streit zwischen Stadtverwaltung und Campern sein: Das bislang nicht-öffentliche Konzept für den Betrieb des Strandbads Barleber See sieht dessen Verkleinerung vor, um alle Diskussionen um „Schwarzbader“ ein für alle mal zu beenden. Der Entwurf, der in diesen Tagen allen Beteiligten vorgestellt werden soll, liegt der Volksstimme bereits vor.

Darin sind vier Varianten beschrieben, wie das Strandbad künftig betrieben werden könnte. In der ersten Variante bleibt alles so, wie es ist. Da laut Stadt damit weiterhin circa 50 offene Zugänge zum Strandbad über das Gelände des Campingplatzes bestehen, würde sich an der Einnahmesituation nichts ändern. Jene, die ordnungsgemäß Eintritt zahlen, würden benachteiligt, heißt es in dem Papier. Im Vorjahr seien der Stadt Einnahmen für 24 000 Besucher entgangen. Diese Variante sei daher „äußerst ungerecht und unwirtschaftlich“.

Betrieb ohne Kassen

In einer zweiten Variante hat die Stadt auch überprüft, ob ein Betrieb ohne Kassen möglich ist. Dies würde naturgemäß die Besucherzahlen in die Höhe schnellen lassen und wäre zudem allen gegenüber gerecht. Allerdings würde der Zuschuss zum Betrieb auf 270 000 Euro pro Jahr steigen, da die Rettungskräfte vor Ort blieben.

Schließlich gibt es zwei Vorschläge der Verwaltung, wobei eine die Vorzugsvariante und die andere die Notfallvariante ist, falls der Vorstand des Campingvereins die erste ablehnt. Hierbei wird der gesamte nördliche Uferbereich vom Strandbad herausgelöst und zu nicht verhandelbaren Bedingungen an den Campingverein verpachtet.

Baden auf eigene Gefahr

Dieser kann dort seinen Mitgliedern und Besuchern das Baden auf eigene Gefahr erlauben. Die Badepauschale entfällt, für das Strandbad zahlen Camper das normale Entgelt. Das verbliebene Strandbad wird komplett eingezäunt, jeweils zwei Kassen, Badebereiche und Rettungstürme bleiben. Falls die Pachtbedingungen nicht akzeptiert werden, greift die Notfallvariante. Dann werden zwei separate, eingezäunte Strandbadbereiche entstehen, die durch einen Abschnitt getrennt werden, die nicht im Eigentum der Stadt sind.

Über das Konzept soll bis Dezember im Stadtrat entschieden werden.