Sanierung

Abriss eines Gebäudeteils des Reichseinheitsspeichers im Wissenschaftshafen steht vor dem Start

Aus dem alten Reichseinheitsspeicher im Magdeburger Wissenschaftshafen sollen über 100 Wohnungen entstehen. Ein Teil des Dachs wurde schon entfernt. In den nächsten Tagen beginnt der Abriss der fensterlosen Gebäudehälfte.

Von Jasmin Teut
Der fensterlose Teil des Gebäudes im Wissenschaftshafen soll abgerissen und wieder neu aufgebaut werden. Beim vorderen Gebäudeteil wurde bereits das Dach entfernt.
Der fensterlose Teil des Gebäudes im Wissenschaftshafen soll abgerissen und wieder neu aufgebaut werden. Beim vorderen Gebäudeteil wurde bereits das Dach entfernt. Foto: Jasmin Teut

Magdeburg - Das riesige Projekt der Reichseinheitsspeicher im Magdeburger Wissenschaftshafen läuft auf Hochtouren. Die Entkernung des Gebäudes ist fast vollständig abgeschlossen, sagt Andrea Iber vom Büro für Bauwesen. Das Dach von dem Teil des Gebäudes, das bestehen bleiben soll, ist auch schon abgebaut worden. Momentan wird an den Fenstern gearbeitet. Da diese sehr klein sind, werden sie von Etage zu Etage vergrößert. Die Entkernung und Bearbeitung der Fenster wird noch etwa ein bis zwei Monate in Anspruch nehmen, sagt Iber.

Für den hinteren Gebäudeteil gibt es allerdings keine Hoffnung mehr, denn in den nächsten Tagen wird die Abrissbirne geschwungen und der graue Betonteil, in dem sich die Silos befinden, verschwindet. Der Abriss wird voraussichtlich zwei bis drei Wochen dauern, denn zunächst wird das Gebäude von oben nach unten abgetragen und dabei komme es immer auf den Bau selbst an, wie leicht der Abriss vollzogen werden kann. Ein Vorteil für den Abriss ist allerdings, dass die Gebäudeteile durch eine große Fuge voneinander getrennt sind, wodurch die Gefahr, das bestehende Gebäude zu beschädigen, geringer wird. Anschließend kann der Wiederaufbau beginnen. „Parallel zum Rohbau oder auch etwas später kann dann der Innenausbau beginnen“, sagt Architekt Uwe Thal. Dieses Jahr werde der Rohbau noch nicht abgeschlossen werden können.

Neue Wohnungen im Wissenschaftshafen sollen vermietet werden

Im unteren Teil des Gebäudes sollen etwa 15 Gewerbeeinheiten einziehen können. Insgesamt 116 Wohnungen sollen dort Platz haben, darunter Ein-Raum- bis Drei-Raum-Wohnungen, sagt der Architekt. Im Turm des Gebäudes soll ein Penthouse über drei Etagen entstehen. Als Highlight dafür ist auch eine Dachterrasse geplant mit einem uneingeschränkten Blick über die Landeshauptstadt. Das Treppenhaus des Gebäudes wird es in Zukunft nicht mehr geben, sondern wird versetzt. Geplant ist ein Treppenaufgang im zweiten Teil des Gebäudes, das neu hochgezogen wird. Auch sollen zwei Aufzuganlagen eingebaut werden. Die Wohnungen sollen nicht verkauft, sondern vermietet werden, sagt Thal. Allerdings sei im zweiten Reichseinheitsspeicher der Verkauf der dort entstehenden Wohnungen geplant.

Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf 15 Millionen Euro, sagt Thal. Neben der Sanierung des Gebäudes sollen dort auch unter anderem 280 Stellplätze entstehen. Auch ein Stadtplatz mit Spielplatz soll an der Werner-Heisenberg-Straße gebaut werden.

Vom zukünftigen Penthouse im obersten Stock des Reichseinheitsspeichers hat man einen uneingeschränkten Blick über Magdeburg.
Vom zukünftigen Penthouse im obersten Stock des Reichseinheitsspeichers hat man einen uneingeschränkten Blick über Magdeburg.
Foto: Jasmin Teut