Magdeburg l Beim Hoffest der Familie Völcke haben auch Nachbarunternehmen der Landwirtschaft gezeigt, was Landwirtschaft heute bedeutet. Nur wenige Meter vom in fünfter Generation betriebenen Hof entfernt konnten Besucher so erleben, wie ein Mähdrescher Weizen erntet, wie anschließend der Boden bearbeitet wird und die Ernte des nächsten Jahres mit der Aussaat von Wintergerste in Angriff genommen wird. Unterstützung erfuhr Familie Völcke vom Landmaschinenvertrieb Altenweddingen und dessen Mitarbeiter Florian Nieter, der den Mähdrescher erst durch die engen Straßen Lemsdorfs und dann übers Feld an der Ballenstedter Straße steuerte.

Bodenbearbeitung und Aussaat übernahmen Ulrich und Joost Schrader, die ihren Landwirtschaftsbetrieb in Beyendorf-Sohlen haben. Vater Ulrich und sein 16-jähriger Sohn Joost zeigten, wie präzise sie arbeiten können.

Kommentare vom "Erklärbauern"

Kommentiert wurden die Ereignisse auf dem Feld von Phillip Krainbring, der einen Landwirtschaftsbetrieb in Hohendodeleben führt. Unter anderem erfuhren die Besucher, dass die geraden Linien auf dem Feld mit Satellitenunterstützung entstehen, und dass automatische Lenksysteme den Fahrer entlasten, was vor allem an langen Arbeitstagen eine Erleichterung ist.

Unter anderem ging es Phillip Krainbring darum um Verständnis zu werben, wenn zur Erntezeit Landwirte mit ihren großen Maschinen auch Straßen benutzen müssen oder Staub aufwirbeln. „Die Zeitfenster für die jeweiligen Arbeiten sind oft sehr eng, da geht es manchmal nicht anders“, so Phillip Krainbring, der als „Erklärbauer“ auch im Internet aktiv ist. Bislang hat er sich u.a. auch für den Bienenschutz und für die ökologische Landwirtschaft engagiert.

Arbeit in der Landwirtschaft

Am Feldrand hatte der Bauernverband einen Stand mit Informationsmaterialien aufgebaut. Wissenswertes zu Nutzpflanzen, Schweinen oder Geflügel war dort zu finden. Außerdem gab es Informationen zu den Ausbildungsberufen und freien Lehrstellen in der Landwirtschaft.

Übrigens: Gerade mit der Eingemeindung von Dörfern bis 2001 hat der Anteil der landwirtschaftlichen Fläche in Magdeburg zugenommen. Von 201 Quadratkilometern des Stadtgebiets entfallen rund 75,2 Quadratkilometer auf Äcker und Weiden, die von verschiedenen Einzellandwirten und Unternehmen bewirtschaftet werden.