Magdeburg (ag) l Das Magdeburger "Bündnis gegen Rechts", der Förderverein "Neue Synagoge Magdeburg" e.V. und die Magdeburger Arbeitsgruppe der "Deutsch-Israelischen Gesellschaft" rufen zu einer solidarischen Aktion auf. Unter dem Motto "Magdeburg trägt Kippa" sollen sich am 25. April 2018 möglichst viele Magdeburger um 18 Uhr am Synagogenmahnmal (Julius-Bremer-Straße/ Ecke Platz an der Alten Synagoge) einfinden und ein Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus setzen.

In dem Aufruf heißt es: "Wenn Israelis und Juden in unserem Land verbal und körperlich angegriffen werden, weil sie Kippa tragen, dann sind wir alle angegriffen. Und wir alle müssen deutlich Flagge zeigen."

Wer kann, solle eine Kippa mitbringen – Männer könnten in begrenztem Umfang vor Ort auch eine Kippa ausborgen. Frauen werden gebeten, mit eigener Kopfbedeckung zu kommen.

Nach einer Kundgebung am Synagogenmahnmal wollen die Teilnehmer zum zukünftigen Standort der Magdeburger Synagoge in der Julius-Bremer-Straße gehen. "Das dortige Banner 'Otto braucht eine Synagoge' musste bereits vier Mal erneuert werden und ist gerade wieder neu aufgestellt worden", teilte Christine Böckmann, Koordination Bündnis gegen Rechts Magdeburg, mit. "Dass das in Frieden und guter Verbundenheit mit allen Menschen unserer Stadt möglich wird, dafür kann 'Otto' am Mittwoch ein Zeichen setzen und auch ruhig mal eine Kippa tragen, ob er nun Jude ist oder nicht."

In dem Aufruf heißt es weiter: "Mit dieser Aktion und einer entschlossenen Unterstützung einer neuen Synagoge für Magdeburg wollen wir deutlich machen, dass wir mit unseren jüdischen Nachbarinnen und Nachbarn, die wie wir hier zu Hause sind, in Frieden und in herzlicher Verbundenheit leben wollen. Denn ihr Frieden ist auch unser Frieden."