Magdeburg l Seit Wochen wird im Frontbereich des Magdeburger Allee-Centers an der Ernst-Reuter-Allee gearbeitet. Bis Ende September 2018 soll hier ein neues Restaurant entstehen.

L’Osteria eröffnet in Magdeburg dann auf einer Fläche von knapp 500 Quadratmetern, rund 220 stehen dabei als Gastraum zur Verfügung, ein neues Restaurant. Der Spezialist für Pasta und Pizzen wird innerhalb von drei Monaten rund 1,3 Millionen Euro in den neuen Standort investiert haben. Von 11 bis 24 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr, wird dann gastronomischer Betrieb in diesen Teil des Einkaufszentrums einkehren.

Terrassenbetrieb mit 116 Plätzen

Dabei wird der Gastronomiebetrieb sich nach außen zur Straße hin orientieren: 165 Innenplätze hinter den großen Schaufensterscheiben mit eigens für den Standort entworfenen neuen Möbeln, die durch aufgearbeitete historische Einrichtungsgegenstände ergänzt werden; vor dem Fenster für die warmen Monate des Jahres eine Terrasse mit 116 Plätzen.

Mit der Offenheit zur Straße wird eine langjährige Forderung danach erfüllt, dass sich das Center zur Stadt hinwendet. Zum anderen aber macht sich das Restaurant damit völlig unabhängig von den Öffnungszeiten innerhalb des Einkaufszentrums.

Weitere mediterrane Küche in Magdeburg

Vom Konzept her setzt L’Osteria auf mediterrane Küche. Dabei soll weniger das feine weiße Tischtuch im Vordergrund stehen, sondern eher, wenn es sich anbietet, der freundschaftliche Umgang mit den Gästen.

Projektleiter für Sachsen-Anhalt ist Edgar Schleinitz. Er sagt: „Die Mitarbeiter, die in Magdeburg arbeiten werden, werden bereits jetzt in anderen Restaurants unserer Kette in Mitteldeutschland auf ihre Arbeit vorbereitet.“

Ausbildung für die Systemgastronomie

Sandro Baum, der das Magdeburger Restaurant leiten wird, ergänzt: „Neben den Mitarbeitern, die bei uns zum größten Teil in Vollzeit beschäftigt sein werden, wollen wir auch Fachkräfte für Systemgastronomie ausbilden.“

Dass die Wahl auf diesen Standort fiel, hat einen guten Grund. Christian Bendig, der für die Kommunikation des Unternehmens zuständig ist, sagt: „Tatsächlich haben hier im Umfeld schon mehrere Gastronomen ihren Sitz. Das sehen wir aber nicht unbedingt als Nachteil.“ Denn ein einzelner Gastronom – und sei er der Vertreter einer namhaften Kette – sei für Besucher lange nicht so attraktiv wie ein ganzes Viertel, in dem man unter vielen Angeboten auswählen kann.

Hoffnung auf mehr Aufenthaltsqualität

Arno Frommhagen ist Sprecher der Magdeburger IG Innenstadt. Er sagt: „Wir sehen die Entwicklung mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge.“ Positiv sei auf der einen Seite anzumerken, dass der sommerliche Terrassenbetrieb in einem von Zitrus- und Olivenbäumen gerahmten Bereich vor dem Allee-Center dort für Leben und für eine völlig neue Aufenthaltsqualität sorgen werde.

Und auch sei es bis heute zu manchen Tageszeiten schwierig, gerade mit einer größeren Gruppe von Menschen einen Platz in einer Gaststätte im Herzen der Altstadt von Magdeburg zu finden, so dass ein attraktiver neuer Anbieter auf dem Markt auch für eine Steigerung der Attraktivität der Magdeburger Altstadt sorgen werde.

Wunsch nach mehr Modemarken

Der Bereich an der Ernst-Reuter-Allee werde damit weiter in Sachen Speisegastronomie gestärkt, während das südliche Stadtzentrum eher den Fokus auf die Eventgastronomie gerichtet habe, so der Sprecher der IG Innenstadt, in der neben Gastronomen auch Händler und weitere Gewerbetreibende organisiert sind.

Auf der anderen Seite hätte der IG Innenstadt ein Textilanbieter wie Massimo Dutti oder Zara an diesem Standort noch mehr zugesagt. Arno Frommhagen erläutert: „Es muss uns ja gelingen, weitere Menschen von außerhalb für einen Besuch in der Magdeburger City zu begeistern. Erfahrungsgemäß funktioniert das mit namhaften Modemarken besser als mit Gastronomie.“