Magdeburg l Am 3. Juni 2019 sollte die Restaurierung des Barleber Sees beginnen. Aus der Stadtverwaltung Magdeburg gab es zuvor die Bestätigung, dass die Maßnahme zur Bekämpfung der Blaualgen tatsächlich zum Monatsbeginn losgeht.

Doch bis jetzt haben Badegäste und Anlieger des Strandbades vergeblich nach dem Boot Ausschau gehalten, das tonnenweise Aluminiumsalz ins Wasser bringen soll. „Leider muss ich berichten, dass bisher noch nichts passiert ist. Selbst das Personal vor Ort weiß noch nicht, wann begonnen wird, das Aluminiumsulfat auszubringen“, schreibt ein Volksstimme-Leser. Und auch Helga Bock vermisst das Boot bislang, wie sie am Redaktionstelefon meldet.

Sanierung beginnt in ein, zwei Wochen

Kein Wunder, denn wie Stadtsprecherin Kerstin Kinszorra auf nochmalige Volksstimme-Anfrage nun einräumt, hat die Sanierungsmaßnahme zwar am Montag offiziell begonnen. Doch bis das „Salzboot“ das erste Mal seine Bahnen über das Wasser zieht, wird es mindestens noch bis nächste Woche dauern. „Für die Arbeiten am Barleber See war am Montag die Bauanlaufberatung“, erklärt sie. Dabei wurde unter anderem erst der Ablaufplan abgestimmt.

„Man versteht das alles nicht mehr,“ kommentiert Anliegerin Helga Bock diese Entwicklung. Den Zuschlag für das Ausbringen des Fällmittels hat eine Firma aus Münster erhalten, die sich eigentlich mit Kampfmittelberäumung und Tunnelbau beschäftigt. 1000 Tonnen Polyaluminiumchlorid (PAC) werden von einem Passauer Unternehmen geliefert.

Durch das Aluminiumsalz soll der Phosphorgehalt des Sees gesenkt werden. Damit wird den seit Sommer 2016 verstärkt auftretenden Blaualgen der Nährstoff entzogen. Die Blaualgen hatten auch für Badeverbote gesorgt.