Magdeburg l Während sich ein Großteil der Magdeburger über die Ostertage 2018 entspannt, gilt das nicht für die Tunnelbauer am Bahnhof. Um Zeit aufzuholen und Kosten zu begrenzen, wird an Magdeburgs wichtigster Baustelle auch über die Feiertage gearbeitet - sogar rund um die Uhr. So werden die Bohrpfahlarbeiten im Bereich der Mitte März abgerissenen alten Eisenbahnbrücken im 24-Stunden-Betrieb durchgeführt. „Die durchgängige Arbeit „unter den Brücken“ ist dringend notwendig, da die Deutsche Bahn festgelegte Sperrzeiten und damit einen engen Zeitplan hat, den es einzuhalten gilt“ sagte eine Stadtsprecherin. Dafür werden ab sofort sogar mit zwei Bohrgeräten auf der Nord- und Südseite sowie in der Mitte Bohrpfähle in die Erde gebracht. Diese Pfähle bilden die spätere Tunnelwand.

Das dritte Bohrgerät arbeitet sich unterdessen vor der Ernst-Reuter-Allee 38 und 40 voran. In dieser Woche wurde die Bohrpfahlschablone in diesem Bereich auf der Nordseite gebaut. Die Bohrpfähle werden dort mit einem Durchmesser von 120  Zentimetern gesetzt. Im Anschluss an die Bohrpfahlarbeiten werden die Bohrpfahlköpfe freigelegt, anschließend abgespitzt und damit die obere Bewehrung vom Beton befreit. Diese wird mit der Bewehrung für die künftige Tunneldecke verbunden. Im Anschluss wird der Beton gegossen. Erst danach kann im Bereich der abgerissenen Brückenbauwerke mit dem Aufbau der neuen Widerlager begonnen werden. Auf diese werden dann folgend die neuen Brückenteile aufgelegt.

Ende März 2018 erfolgten noch Restarbeiten zum Abbruch und Aushub der alten Widerlager. Zudem wurde ebenfalls im Tag- und Nachteinsatz mit dem Aushub für die neuen Treppenhäuser zu den Gleisen 1 bis 4 begonnen.