Magdeburg l Im Zuge der umfangreichen Bauarbeiten auf der Autobahn 2 bei Magdeburg in Richtung Berlin wird ab 27. September 2018 die Anschlussstelle Magdeburg-Rothensee unweit der Elbüberquerung gesperrt. Etwa ab 7 Uhr ist die Auf- und Abfahrt dicht.

Während der Sperrung, die voraussichtlich zwei Monate aufrechterhalten werden muss, wird auch die Asphaltdeckschicht der Fahrbahn-Schleifen der Anschlussstelle erneuert. Die Landeshauptstadt Magdeburg nutzt die Zeit, um die Kreuzung zum August-Bebel-Damm stadteinwärts zu sanieren.

Umleitung über andere Auffahrten

Wer mit Ziel Berlin in Magdeburg-Rothensee auf die Autobahn 2 fahren will, nutzt zunächst die nach wie vor für den Verkehr freie Auffahrt in Richtung Hannover und wechselt an der Anschlussstelle Magdeburg-Zentrum auf die Fahrbahn nach Berlin. Der aus Richtung Braunschweig und Hannover abfahrende Verkehr fährt durch bis zur Anschlussstelle Lostau und wechselt hier auf die gegenüberliegende Fahrbahn, um Magdeburg-Rothensee zu erreichen.

Die Fahrbahn der Autobahn 2 in Richtung Berlin wird seit Anfang Mai 2018 zwischen den Anschlussstellen Magdeburg-Rothensee und Lostau/Hohenwarthe auf einer Länge von knapp fünfeinhalb Kilometern grundhaft saniert. Die Kosten dafür betragen rund 4,5 Millionen Euro. Ende November sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden.

Immer wieder Behinderungen

Auf der Autobahn 2 hat es bei Magdeburg in den vergangenen Jahren immer wieder Behinderungen aufgrund von Bauarbeiten gegeben. Unter anderem mussten aufgrund von 2014 entdeckten Schäden die in den Jahren 1994 bis 1997 gebauten Elbbrücken umfangreich repariert werden. Die Verkehrsbelastung für die Bauwerke hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Die Autobahn 2 gilt als eine der wichtigen Verkehrstrassen durch Europa. Ein wichtiger Teil des Personen- und Warenverkehrs zwischen Ost und West fließt hier. Angebunden an die Autobahn ist auch das Magdeburger Gewerbegebiet Nord.

 

Die Autobahn im Norden der Landeshauptstadt ist auch für den innerstädtischen Verkehr von großer Bedeutung. Jedes Mal, wenn es auf der Trasse von europaweiter Bedeutung zu Behinderungen kommt, sorgen Staus auf den Umleitungsstrecken für erhebliche Behinderungen, insbesondere an den Übergängen über die Elbe.

Dritte Elbquerung ist Thema

Deshalb und da auch bei Großveranstaltungen in Magdeburgs ostelbischen Stadtteilen regelmäßig der Verkehr zusammenbricht, wird immer wieder ein dritte innerstädtische Elbquerung diskutiert. Die Rede ist von einer Verbindung zwischen den Stadtteilen Prester und Salbke. Allerdings dürfte sich das aufgrund der sensiblen Flusslandschaft, die überdies unter besonderem Schutz steht, als schwierig erweisen. Bis ins vergangene Jahrhundert hatte es in diesem Bereich noch eine Fähre gegeben.

Die Planungen aus den 1920er Jahren, in der Verlängerung der Sternbrücke eine Elbquerung durch den Stadtpark zu ermöglichen, sind nicht allein aus Gründen des Naturschutzes keine Option. Hier spielt auch die Gefahr durch Hochwasser eine Rolle.