Magdeburg l Es gibt rund 2400 verschiedene Sorten von Stahl, eine davon wurde beim Bau der Pettenkoferbrücke verwendet. Diese gilt es jetzt zu finden, erklärte Rathaus-Pressesprecher Michael Reif auf Volksstimme-Nachfrage zum Stand der Reparaturarbeiten.

Bei einem Kabelbrand im vergangenen Oktober waren Teile der Stahlkonstruktion und des Asphaltbelages der Brücke durch Hitze beschädigt worden. Das Bauwerk, es gehört mit zu einer der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen der Stadt, musste teilweise gesperrt werden. Nähere Untersuchungen hatten dann aber ergeben, dass die Schäden doch nicht so gravierend ausgefallen sind. Die Brücke konnte wieder in beiden Richtungen für den Verkehr freigegeben werden, lediglich der Fußweg stadteinwärts und ein Stück der Fahrbahn bleiben gesperrt.

Verzogene Abdeckplatte

Eine Zeit lang wird das auch noch so bleiben. Der Grund dafür ist eine Stahl-Abdeckplatte im Gehwegbereich. Diese hat sich durch die Hitze des Feuers im Oktober verzogen. Dadurch ist die Verkehrssicherheit des Gehweges nicht mehr gewährleistet. „Die Platte muss aus der Stahlkonstruktion herausgeschnitten werden“, erklärte Michael Reif die anstehenden Sanierungsarbeiten. Das sei allerdings kein besonderes Problem. Schwieriger sei es, eine neue Stahlplatte wieder in die Lücke einzuschweißen. Um eine feste und belastbare Verbindung zwischen der Stahlkons- truktion der Brücke und der neuen Platte herstellen zu können, müssen beide Stahlsorten übereinstimmen. „Ein Planungsbüro wurde jetzt damit beauftragt, den richtigen Stahl zu ermitteln“, sagte Michael Reif.

Wenn der richtige Stahl gefunden und die Reparatur abschlossen ist, könnte das jedoch nur eine vorübergehende, mehr „kosmetische“ Maßnahme sein, denn die Stadt plant, die Pettenkoferbrücke entweder komplett zu sanieren oder möglicherweise sogar gegen eine neue auszutauschen. Die Brücke ist mehr als 30 Jahre alt und muss über kurz oder lang modernisiert werden.

Die Sicherheit des Bauwerks und deren Belastbarkeit sei aber nicht gefährdet, erklärte die Stadt schon nach der Auswertung der Brandschäden .