Magdeburg l Mit der im Sommer 2020 anstehenden Freigabe für die Straßenbahnen zwischen Damaschkeplatz und Ernst-Reuter-Allee wird es auch ernst mit weiteren Arbeiten im Fußgängertunnel am Magdeburger Hauptbahnhof. Bereits jetzt sind an vielen Geschäften die Fensterfronten ausgetauscht, in einigen Ladenlokalen wird dies für einen Umzug innerhalb des Hauptbahnhofs oder für neue Ladenlokale genutzt.

Doch an den Fußböden, Decken und Wänden hat sich noch nichts getan. Aber das wird in den kommenden Monaten der Fall sein, wie Bahnhofsmanagerin Karin Meier berichtet. Der Fahrplan für die Innengestaltung des Fußgängertunnels: Im Mai und Juni werden die Fußböden erneuert. Und ab September sind die Seitenwände und Decken an der Reihe. Klar ist: Der Zugang zu den Bahnsteigen bleibt immer erhalten. Doch um halbseitige Sperrungen wird die Bahn nicht herumkommen. Sprich: Während der Bauarbeiten wird es im Tunnel etwas enger als gewohnt.

Helle Farben an Wänden, Böden und Decken

Die grauen Fliesen fliegen im Zuge der Neugestaltung raus, die neuen Fußböden und Decken werden etwas heller ausfallen. Auf dem Boden gibt es große Platten, an der Decke eine matte Farbe. An den Wänden zieht sich künftig eine grünlich-gelber Farbe durch den ganzen Hauptbahnhof. Künstler aus Leipzig hatten zudem den Auftrag, für die Wandgestaltung Vorschläge zu unterbreiten. „Eigentlich hatten uns zunächst Brücken vorgeschwebt, und ich hatte sie daher in den Wissenschaftshafen geschickt“, berichtet Karin Meier.

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Angekommen waren die Künstler aber offenbar am falschen Hafen, denn sie waren am Petriförder auf die Magdeburger Originale gestoßen, die von Eberhard Roßdeutscher geschaffen wurden. Interpretationen von diesen sollen künftig die Wände zieren. „Sie sollen in Texten erklärt werden“, berichtet die Bahnhofsmanagerin. In jedem Treppenaufgang wird es ein anderes Motiv geben, das zwischen den Aufgängen im Fußgängertunnel allmählich ausläuft.

Neues Lichtkonzept

Die Deutsche Bahn möchte dabei nicht allein frische Farben in den Tunnel bringen – auch die Halle des Empfangsgebäudes soll in Abstimmung mit dem Denkmalschutz künftig heller und freundlicher und auch mit einem neuen Lichtkonzept daherkommen. Von außen wurde das Empfangsgebäude auf der Innenstadtseite bereits vor Jahren, auf der Bahnhofsseite in den vergangenen Monaten auf Vordermann gebracht. Die Fassade des Gebäudes am Kölner Platz soll gereinigt und ausgebessert werden.

„Wir werden auch das ganze Vitrinengedöns auflösen“, findet Karin Meier klare Worte für einen weiteren Aspekt der Innengestaltung. Insgesamt soll der Tunnel mehr Höhe und Tiefe erhalten.

Bislang nur Reparaturen, keine Renovierungen

Zwar hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder einmal Reparaturen im Fußgängertunnel gegeben. Doch eine grundlegende Renovierung fand nicht statt. Statt dessen hatten immer wieder Pfützen nach starken Regenfällen im westlichen Abschnitt des Tunnels zum Konrad-Adenauer-Platz und Busbahnhof hin und während der Bauarbeiten an Gleis 1 auch unter diesem für umfangreiche Wischeinsätze der Mitarbeiter der Bahntochter DB Station und Service gesorgt.