Magdeburg l „Das würde die Bebauung am Uniplatz gewaltig auflockern“, sagt Heike Kupper und gibt ihre Stimme für den „grünen“ Entwurf 3 von Architekt Markus Hoffmann ab. Klaus Kosin nennt dagegen Entwurf 1 der Architekten Kister, Scheithauser, Gross als seinen Favoriten. „Der gefällt mir vom Äußeren besser als die anderen und ist nicht so klobig“, begründet er.

Verhandlungen noch möglich

Damit liegt er auf einer Wellenlänge mit der Jury des Gestaltungswettbewerbs für die bislang unbebaute Ostseite des Universitätsplatzes. Diese hatte den Entwurf der Leipziger Architekten am Dienstag als Sieger bekanntgegeben. Ob er auch tatsächlich gebaut wird, ist jedoch noch offen. Denn Bauherr Karl Gerhold, Chef der Getec-Gruppe, kann im kommenden Quartal auch mit den zweit- und drittplatzierten Architektenbüros verhandeln.

Ob die Meinung der Volksstimme-Leser einen Einfluss auf die letztendliche Entscheidung haben wird, wird sich zeigen. Klar ist aber bereits jetzt: Die Magdeburger haben einen eindeutigen Favoriten. Welcher Entwurf das ist, wird am Montag in der Volksstimme aufgelöst. Bis heute Abend, 8. Dezember, 23 Uhr kann noch online auf der Volksstimme-Webseite abgestimmt werden.

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Leser-Meinungen

Hunderte Leser nutzten bereits die Gelegenheit zur Online-Abstimmung, riefen an oder schrieben eine E-Mail. Christa Heidemann findet es zwar „schade um den schönen Platz“, würde aber im Zweifelsfall Entwurf 7 bevorzugen.

„Damit würde der Platz nicht ganz so zugebaut“, findet sie. Manfred Ackermann würde Entwurf 2 den Vorzug geben, weil er die „ganzen ollen Türme“ nicht mehr sehen könne. „Der ist wenigstens nicht ganz so groß“, sagt er.

Sigrid Diederich denkt, „dass sich Entwurf 1 gut ins Ensemble am Platz mit dem Uni-Hochhaus einpassen würde.“ „Wir wollen doch Kulturhauptstadt werden“, erinnert Rita Wronna und würde aus diesem Grund die Umsetzung von Entwurf 3 favorisieren. „Gärten auf Häusern sind doch eine gute Idee“, meint sie.

Baustart für die Uni-Arkaden soll Anfang 2020 sein. Zwischen 50 und 80 Millionen Euro sollen in die Bebauung des 10 500 Quadratmeter großen Grundstücks bis Höhe Weitlingstraße investiert werden. Geplant ist eine Mischung aus Büros, Wohnungen und Geschäften. Außerdem wird mit mehreren Hotelbetreibern verhandelt. Eine weitere Bebauung der Flächen bis zur Gustav-Adolf-Straße ist später möglich.

Stimmen Sie noch bis heute 23 Uhr hier online ab.