Magdeburg l Das befürchtete Verkehrschaos, das mit dem Anreise- und Abreiseverkehr zum Heimspiel des 1. FC Magdeburg, dem Renntag und dem MDR-Funkhausfest befürchtet wurde, blieb weitestgehend aus. Einen Verlierer gab es dennoch.

Besonders die Überschneidung der Wege der Anhänger von Hansa Rostock, die vom Bahnhaltepunkt Herrenkrug über die Breitscheidstraße in Richtung MDCC-Arena geleitet wurden, sowie der Besucher des Pferderennens, die über die Herrenkrugstraße anreisten, stand im Blickpunkt. Hier postierte sich an der Kreuzung Herrenkrugstraße/Breitscheidstraße u. a. ein Wasserwerfer der Polizei, um mögliche Auseinandersetzungen oder Übergriffe zu unterbinden.

Fan-Marsch ohne Zwischenfälle

Der von Einsatzkräften u. a. aus Mecklenburg-Vorpommern, Magdeburg sowie Dresden und einer Reiterstaffel begleitete etwa drei Kilometer lange Marsch der Gästefans blieb ohne Zwischenfälle, sieht man von einem Böllerwurf und öffentlichem Urinieren in Vorgärten ab. „Auch am Hauptbahnhof ist die Situation durch das massive Auftreten von Bundes- und Landespolizei ruhig geblieben. Auch im Nachgang sind uns keine Zwischenfälle und Schäden in Zügen gemeldet worden“, so Chris Kupiers von der Bundespolizei.

Hinweise habe es auf eine mögliche gewalttätige Auseinandersetzung von Fangruppen in Gommern gegeben, „doch dies konnte durch die Polizei unterbunden werden“.

Weniger Magdeburger bei Renntag

Renntagbesucher mussten in den Mittags- und späten Nachmittagsstunden jeweils etwa 40 Minuten in der Herrenkrugstraße verharren, als die Gästefans vom und zum Haltepunkt geleitet wurden. „Die Überschneidung der Veranstaltungen hat uns einige Zuschauer gekostet“, zieht Heinz Baltus, Chef des Rennvereins, ein Fazit. Finden sich in der Regel zwischen 3000 und 4000 Besucher an einem Renntag ein, waren es am Sonnabend mit 2000 deutlich weniger. „Besucher sind entweder zum FCM (20.817 Zuschauer, Anmerkung der Redaktion) gegangen oder wegen des ganzen Drumherums zu Hause geblieben, wie mir mitgeteilt wurde“, sagt er.

Für die Terminierung der Spiele ist der Deutsche Fußballbund (DFB) zuständig. Der DFB kann beim Planen auf Überschneidungen von Großveranstaltungen in einer Stadt eingehen und auf Hinweise der Vereine von Liga 3 Änderungen im Spielplan vornehmen, wenn diese rechtzeitig eingehen. Die Festlegung, welche Paarungen an welchen Spieltagen bestritten werden, wird im Sommer festgelegt. Der Rennverein hat seine Planungen für das Jahr bereits im Herbst des Vorjahres abgeschlossen, „denn danach werden die bundesweiten Rennen abgestimmt.“

Beim nächsten Renntag im Herrenkrug am 30. September kommt es zu einer solchen Verschiebung. Am gleichen Tag sollte eigentlich der FCM gegen Carl-Zeiss Jena antreten. Das Spiel ist auf den 1. Oktober verlegt worden. „In Zukunft müssen wir untereinander besser kommunizieren“, so Baltus. Darin bezieht er neben den FCM auch den MDR mit ein, der für sein Funkhausfest vom Sonnabend Tausende Besucher vermeldet.