Magdeburg l Ein neues Gebäude soll für die Rothenseer Hortkinder in Magdeburg gebaut werden – das verkündete Bürgermeister Klaus Zimmermann bei dem Treffen der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Rothensee am Mittwoch. Der Neubau soll an der Stelle der ehemaligen Sekundarschule entstehen. Auf den östlichen Gebäudeteil, in dem sich der Jugendtreff der Jungen Humanisten seit mehr als zwei Jahren befindet, soll das Bauvorhaben keine Auswirkungen haben, wie Zimmermann versicherte.

Stadtrat muss zustimmen

Frühestens im Sommer 2022 rechnet er mit der Fertigstellung des neuen Hortes. Eine entsprechende Beschlussvorlage werde voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen dem Stadtrat Magdeburg vorgelegt. Auch die steigenden Kinderzahlen sollen der Stadt zufolge in der Bauplanung berücksichtigt werden.

Über die gute Nachricht aus der Stadtverwaltung freute sich Hortleiter Steve Hassenberg sehr. „Wir haben uns mit dem aktuellen Gebäude arrangiert und kommen gut zurecht, aber wir freuen uns natürlich auf das neue Gebäude. Das ist ein schönes Geschenk, vielen Dank dafür“, sagte er bei der GWA-Sitzung.

Keine Sanierung der Schule

Seit August 2019 ist der Hort in den Räumen des ehemaligen Asylbewerberheims untergebracht. Aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen musste die Einrichtung damals in der Rothenseer Grundschule Platz machen. Auf der Suche nach einer dauerhaften Lösung, prüfte der Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement Ende letzten Jahres, ob die nahegelegene ehemalige Sekundarschule für den Hort genutzt werden kann. Diese war 2003 mangels Schülern geschlossen worden. Ein kürzlich erstelltes Gutachten ergab aber, dass dieses Gebäude nicht sanierungsfähig ist. Der Abriss soll nach Planung der Stadt in den kommenden Sommerferien erfolgen.

Bis zum Umzug in den Neubau kann der Hort im ehemaligen Asylbewerberheim bleiben. Die Betriebserlaubnis des ursprünglich für Bürozwecke genutzten Hauses ist nämlich laut Klaus Zimmermann bereits verlängert worden.