Magdeburg l Das Ordnungsamt Magdeburg warnt vor der Firma "Steinreinigung Blitz-Blank", die über Postwurfsendungen Reinigungs- und Versiegelungsarbeiten anbietet. Nach einer Überprüfung gehe das Amt davon aus, dass es sich bei dem Unternehmen um eine Scheinfirma handeln soll, teilte die Stadtverwaltung Magdeburg am 26. September 2018 mit.

Eine Magdeburger Familie habe das Ordnungsamt auf Unstimmigkeiten hingewiesen, heißt es, weil der Anbieter nach erfolgten Arbeiten für eine vierstellige Summe keine Rechnung ausstellen wollte. Als daraufhin keine Zahlung erfolgte, sei auf die Familie Druck ausgeübt worden.

Zwei Firmen, dieselbe Adresse

Bei der Überprüfung der in einer Zeitungsbeilage angegebenen Anschriften sei festgestellt worden, dass die Firma mit denselben Adressen und der identischen Telefonnummer auch für die "Teppichklinik Magdeburg" wirbt. Die in der Gewerbeanzeige genannte Anschrift sei ein sogenanntes virtuelles Büro, das zum 31. August 2018 aufgelöst worden sein soll.

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Das Ordnungsamt Magdeburg gehe davon aus, dass die Firma "Steinreinigung Blitz-Blank" wochenweise auch in anderen Städten agiere, um Arbeiten auszuüben, die unter Umständen nicht den geforderten Preis rechtfertige.

Warnung vor Haustürgeschäften

In diesem Zusammenhang warnt das Ordnungsamt nochmals ausdrücklich vor Geschäften an der Haustür und weist daraufhin, dass sich Auftragsgeber von Handwerkern stets schriftliche Kostenvoranschläge und Rechnungen für Tätigkeiten ausstellen lassen sollten. Die in den Dokumenten aufgeführten Adressen sollten im Internet oder in Branchenbüchern überprüft werden.

Im Laufe des Mittwochs meldete sich die Firma "Teppichklinik Magdeburg" bei der Stadt Magdeburg. Der Firmeninhaber erklärte gegenüber der Stadt, dass es sich bei seinem Unternehmen keineswegs um eine Scheinfirma handele. Er soll am Donnerstag die Gelegenheit bekommen, seine Sicht der Dinge darzustellen, heißt es aus dem Rathaus. Auch gegenüber der Volksstimme widersprach ein Firmenvertreter der Darstellung des Amtes.

Dabei sei es durchaus nicht unüblich, dass sich Inhaber von Firmen zeitnah um einen Gegendarstellung bei den Ordnungsämtern bemühen, hieß es aus der Verwaltung weiter.