Magdeburg l Die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) können auf ein durchaus erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurückblicken. Das jedenfalls bescheinigen die beauftragten Wirtschaftsprüfer dem Unternehmen unter der Leitung von Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel.

Die Bilanz des Unternehmens weist einen Gewinn (Überschuss) von rund 767.000 Euro aus. Immerhin, 2016 waren es nur rund 410.000 Euro. Der Gewinn wird zum größten Teil (663.000 Euro) an die Stadt Magdeburg abgeführt.

Aufgabe der Stadt Magdeburg

Den städtischen Kämmerer wird es freuen, allerdings ist das kaum mehr als eine „Anerkennungssumme“, denn die Stadt Magdeburg hat den MVB im Rahmen des sogenannten Ausgleichsbetrags für 2017 rund 22,8 Millionen Euro überwiesen. Das muss sie auch, denn der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist eine kommunale Aufgabe, die die Stadt an ihre MVB übertragen hat.

Allgemein gilt, dass der kommunale ÖPNV nicht kostendeckend wirtschaften kann, zu hoch sind die Aufwendungen. Rund fünf Millionen Euro haben die MVB an Landesfördermitteln bekommen.

Mehr Tickets und höhere Preise

Die sogenannten „Verkehrsleistungen“, in erster Linie die beförderten Fahrgäste, haben 2017 rund 28,7 Millionen Euro in die Kasse der MVB gespült, 2016 waren es nur 27,9 Millionen Euro. Dieser Einnahmenanstieg komme laut Wirtschaftsprüfer vor allem durch mehr verkaufte Fahrkarten und erhöhte Fahrpreise zustande.

Investiert in ihre Anlagen haben die MVB rund 17,3 Millionen Euro. 10 Millionen Euro davon konnten als Fördermittel verbucht werden. Neben dem großen Bauprojekt „Zweite Nord-Süd-Verbindung“ mussten die MVB vor allem noch Schäden des Hochwassers 2013 beseitigen, etwa an der Trassenführung Rothensee, die stark beschädigt war. Für Löhne und Gehälter hat das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 27 Millionen Euro ausgegeben, das waren etwa 680.000 Euro mehr als 2016. Grund dafür waren tarifliche Anpassungen für die Mitarbeiter.

Ein kleiner Posten am Rande: 75.000 Euro hat das Drucken der Fahrscheine und der Fahrpläne 2017 gekostet. Die Wirtschaftsprüfer empfehlen am Ende ihrer Analyse die uneingeschränkte Entlastung der Geschäftsführerin für das Wirtschaftsjahr 2017.