Magdeburg l Am 6. Februar 2020 war aus bisher ungeklärter Ursache zwischen der achten und neunten Etage ein Feuer in gleich zwei Sicherungskästen ausgebrochen. Obwohl die Einsatzkräfte der Feuerwehr den Brand schnell unter Kontrolle bringen konnten, wurde die Elektroanlage des Mehrfamilienhauses im Magdeburger Schrotebogen in Mitleidenschaft gezogen.

So stark, dass die 20 Mieter nach der Löschaktion nicht wieder in ihre Wohnungen zurückdurften. Während sie zunächst bei Freunden und Verwandten oder in Hotels unterkamen, wurden ihnen inzwischen allen Ersatzwohnungen seitens des Vermieters, der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg (Wobau), angeboten. Denn wie es aktuell aussieht, können sie vorerst nicht so schnell wieder zurück in ihre eigenen vier Wände.

Kurzfristige Sanierung unmöglich

Wie Wobau-Geschäftsführer Peter Lackner auf Volksstimme-Anfrage erklärt, sei nach wie vor unklar, wodurch der Brand ausgelöst worden war. „Wir sind zurzeit noch bei der Schadensaufnahme und Begutachtung durch die Versicherung“, erklärt er. Eine kurzfristige Sanierung scheine „aufgrund des vorliegenden Schadensumfangs“ für einige Wohnungen nicht möglich zu sein. Bis das Gutachten zur Brandursache vorliegt, könne auch nicht über eine Reparatur beziehungsweise Sanierung entschieden werden.

Allen Mietern wurden daher die Ersatzwohnungen angeboten, in denen sie entweder bis zur Sanierung oder auch gleich dauerhaft bleiben können, wenn sie das wollen, wie er weiter erklärt. Das Brandhaus am Neustädter See werde derweil ständig überwacht. In Begleitung dürfen die Mieter in ihre Wohnungen, um notwendige Dinge zu holen.

Der betroffene Eingang ist bislang unsaniert. Daher dürfte die Entscheidung zur Sanierung des Brandschadens auch von der langfristigen Planung des Wohnungsunternehmens für diesen Block abhängen.