Magdeburg l Die Otto-von-Guericke-Straße ist in ihrem südlichen Bereich noch größtenteils von Gründerzeithäusern geprägt. Das Kulturhistorische Museum sticht zudem besonders hervor. Direkt gegenüber gab es jedoch jahrelang eine Lücke im Straßenbild. Die dortigen Wohnhäuser waren im Zweiten Weltkrieg zerstört und danach nicht wieder aufgebaut worden.

Mit dem „B&B“-Hotel konnte Anfang 2018 bereits ein Teil der Fläche bebaut werden. Jetzt haben auch auf dem Grundstück direkt daneben die Vorbereitungen für einen modernen Neubau begonnen. In den nächsten Wochen werden archäologische Grabungen sowie die Suche nach Kampfmitteln durchgeführt. Im Anschluss beginnen die Arbeiten für ein Bürogebäude, in dessen Dachgeschoss zudem zwei Wohnungen geplant sind.

Magdeburger Firma investiert

Investor ist die Stadtwerk Gruppe, ein Magdeburger Immobilienunternehmen. Nach Angaben von Geschäftsführer Marc Weiler werden gut 8,4 Millionen Euro in das Bauvorhaben nach Entwürfen des Architekten Peter Schube investiert. Ankermieter soll eine Bank werden, die zwei Etagen des Gebäudes nutzen wird. Um welche Bank es sich handelt, könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mitteilen, erklärt er weiter. Voraussichtlich Ende 2021/Anfang 2022 sollen die Mieter einziehen können. Auch der Zugang zum westlich angrenzenden Schulungsgebäude des Tüvs soll verbessert werden, kündigt er an.

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Südlich des Baugrundstücks könnte es auch Bewegung geben. Nach der Sanierung der ehemaligen IFA-Kaufhalle war dort ein Supermarkt eingezogen. Zwei Restaurants im Vorbau scheiterten jedoch, aktuell steht das Lokal immer noch leer. Die Eigentümerin, die TLG Immobilien AG, hatte vor wenigen Tagen den Verkauf von Einzelhandelsstandorten im Wert von 490 Millionen Euro verkündet. Ob auch das Magdeburger Objekt dazu gehört, konnte in dem Unternehmen auf Volksstimme-Nachfrage niemand kommentieren.