Magdeburg l Am Mittwoch meldetet sich gegen 19 Uhr sich ein zur Festnahme ausgeschriebener 39-jähriger Schleuser bei der Bundespolizei am Hauptbahnhof Magdeburg. So ganz freiwillig war sein Gang zur dorthin jedoch nicht. Sein Problem war, dass sein Wohnungsschlüssel bei den Beamten lagerte, und den wollte er zurück haben.

Haftbefehl aus Traunstein

Dass sich dieser bei der Bundespolizei befand, hatte einen triftigen Grund, wie die Pressestelle der Bundespolizei berichtete. Das Amtsgericht Traunstein beschloss zu dem Schleuser, gegen den seit langem umfangreich ermittelt wird, eine Wohnungsdurchsuchung und auch seine Festnahme. Seinen Wohnsitz hatte der 39-Jährige mittlerweile nach Magdeburg verlegt, wodurch die hiesigen Bundespolizisten zum Einsatz kam.

Bei der Durchsuchung der Wohnung am 13. Juli wurde das Türschloss der Wohnung des Mannes beschädigt, aber sofort wieder durch ein Neues ersetzt.

Schlüssel lagen bereit

Der Gesuchte befand sich zu dem Zeitpunkt nicht in der Wohnung, jedoch hinterließ man ihm auf Umwegen einen Hinweis, dass er seinen Wohnungsschlüssel zu seinem neuen Schloss gern auf der Wache der Bundespolizei am Magdeburger Hauptbahnhof abholen könne. Vielleicht witterte der Mann vorab was ihm blühen könnte, denn er schickte mehrmals Bekannte, die seinen Schlüssel abholen sollten. Aber die Beamten bestanden auf sein persönliches Erscheinen. Schließlich kam der Gesuchte dann doch selbst in die Wache, und da klickten dann die Handschellen.

Noch am selben Abend wurde er vorerst in die Justizvollzugsanstalt Burg verbracht. Er wird nun im Gefängnis auf seine Verhandlung wegen der Straftat des Einschleusens von Ausländern warten müssen, so die Pressestelle der Bundespolizei.