Magdeburg l Eigentlich wollten die Magdeburger am Sonnabend Konkurrent Seligenstadt (Hessen) vom aktuellen Puzzle-Thron stoßen. Doch das hat nicht ganz geklappt. Bei der Puzzle-Challenge eines Spiele-Herstellers wurde die Landeshauptstadt am Ende Zweiter - so wie schon im Jahr zuvor. Auf Platz 3 landete Pirna (Sachsen). Insgesamt nahmen 2020 sieben Städte an dem Wettbewerb teil, berichtet der Veranstalter.

Mehr als 60 Puzzle-Freunde waren in die Stadtbibliothek gekommen. Gemeinsam kämpften sie um den Titel "Puzzle-Champion". Jeder Teilnehmer suchte sich ein Puzzle-Motiv aus. Diese hatten zwischen 60 und 200 Teile. Nach dem Startschuss galt es für jeden, so schnell wie möglich sein Puzzle zusammenzulegen. Sobald 60 Puzzle fertig waren, wurde die Zeit gestoppt. Die Magdeburger benötigten 36 Minuten und 5 Sekunden. Damit waren sie jedoch 1 Minute und 4 Sekunden langsamer als die Konkurrenten in Hessen.

Macht aber nichts. Als Zweitplatzierte erhält die Stadt - speziell die Stadtbibliothek - dennoch einen Preis. Es gibt Spiele im Wert von 300 Euro. "Außerdem haben wir uns jetzt für die Meisterschaft im nächsten Jahr qualifiziert", erklärt Sandra Harfmann. Sie ist in der Bibliothek die Lektorin für Spiele. Und: Alle Teilnehmer durften ihre Puzzle mit nach Hause nehmen.

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In der Stadtbibliothek Magdeburg können sich Gäste mehr als 850 Spiele ausleihen oder vor Ort spielen. Puzzle haben durch die Corona-Krise noch einmal an Beliebtheit gewonnen. "Es gab noch nie so viele Bestellungen wie in dieser Zeit", berichtet Udo Schmitz, der für den Spiele-Hersteller Schmidt den Wettkampf in Magdeburg leitete. Angst vor der digitalen Konkurrenz habe das Unternehmen nicht. "Echte Puzzler wollen die Teile noch per Hand zusammen setzen und nicht am Bildschirm", erzählt er.