Aus der Geschichte des Knabenchores

1985 Erste Probe am 10.  September

1986 Erster Auftritt am 14. März zum Frauentag

1988 Erste Mitwirkung im Theater Magdeburg (Chor der Straßenjungen aus der Oper „Carmen“)

Juni 1992 Gründung des Fördervereines des Magdeburger Knabenchores

1993 Konzertreise in die Schweiz

1994 Erste Tonaufnahmen für die Weihnachtskassette

1996 Umbenennung in „Magdeburger Knabenchor e. V.)

Januar 1998 Tonaufnahmen für die CD „Geistliche Chormusik“

Februar 1998 Konzertreise nach Moskau

2001 Tonaufnahmen für die CD „Zeitlos“

2002 Konzertreise nach Mallorca

2006 Chorbegegnung mit dem Knabenchor Dresden

August 2010 Dreharbeiten zum Film „Der ganz große Traum“

Außerdem

Teilnahme an Chorwettbewerben und Chorfesten in der Region

Magdeburg l Die Mitglieder des Magdeburger Knabenchores stehen vor der wohl größten Reise in der 32-jährigen Geschichte des Chores. Die Kinder und Jugendlichen fahren mit ihrer Leitung nach Doha in Katar.

Die Aufregung ist Chorleiter Frank Satzky anzumerken. Wenn er mit dem Magdeburger Knabenchor nächste Woche nach Doha in Katar reist, soll alles perfekt sein. Schließlich wird von den Jungen und den jungen Männern ein qualitätsvolles Programm erwartet. „Die Wiener Sängerknaben und der Hamburger Mädchenchor haben dort zum Beispiel auch schon mal gesungen“, berichtet Satzky, wem die Magdeburger Sänger nun folgen werden. Aber er ist optimistisch, dass alles klappt.

Sänger aus 17 Ländern

Bei einem Konzert des „Doha Youth Choir“ in Berlin hat er den Chor gehört und die Chorleiterin kennengelernt. Sie hat die Einladung ausgesprochen. Die Sängerinnen und Sänger kommen aus 17  Ländern der Welt. Gesprochen wird vor allem englisch.

Größere Chorreisen führten die einstigen Mitglieder des Knabenchores aus Magdeburg schon nach Mallorca und Moskau. Aber das ist schon viele Jahre her. Und vor einigen Jahren besuchten sie einen Chor in der Magdeburger Partnerstadt Le Havre (Frankreich). Die Reise nach Katar ist daher „ein gigantisches Vorhaben“, sagt Frank Satzky. Entsprechend intensiv ist die Vorbereitungsphase.

47 Magdeburger fahren mit

47 Personen, darunter die Kinder und Jugendlichen und die Betreuer, fahren mit. „Es wird uns auch eine Mutter begleiten, die Ärztin ist und uns für die medizinischen Belange zur Seite stehen wird“, sagt er.

Angesichts der weltpolitischen Lage freut sich Frank Satzky darauf, Kontakte zu Menschen auch außerhalb der politischen Geschehnisse zu knüpfen. Er hat bereits mit Chorleitern telefoniert, die schon einmal in Katar waren. Da erfuhr er nicht nur, dass es bei den Reisen nicht einen unangenehmen Moment gegeben hätte, sondern auch, dass der bis auf die Viertelstunde durchgeplante, straffe Zeitplan aus Konzerten, Sightseeing und Freizeitaktivitäten bis auf wenige Minuten Abweichung auch eingehalten wird und sie eine hervorragende Gastfreundschaft erlebt haben.

Unterbringung in Gastfamilien

Die Kinder und Jugendlichen des Chores scheinen weniger aufgeregt zu sein. „Es ist ja alles vorgeplant“, sagt etwa der elfjährige Alexander, der nicht nur im Magdeburger Knabenchor singt, sondern auch in der Chorklasse des Hegelgymnasiums, Klavierunterricht erhält, die theoretische dreijährige Musiklehre abgeschlossen hat und Kompositionsunterricht nimmt.

Die Reise ist dennoch etwas Besonderes für ihn. Schließlich werden die Mitreisenden in Gastfamilien untergebracht. „Ich freue mich schon darauf, mit ihnen auf Englisch zu kommunizieren“, sagt der Elfjährige, der die Freude am Chorsingen im Gemeinschaftswerk sieht, „wenn sich alle anstrengen“. Entsprechend freut er sich auch auf die drei größeren Konzerte, die er und die übrigen Chormitglieder im Verlauf der Reise geben werden.

Botschafter für Magdeburg

Satzky sieht den Chor, der am Konservatorium Georg Philipp Telemann beheimatet ist, auch als Botschafter für Magdeburg. „Wir werden Gastgeschenke der Landeshauptstadt mitnehmen und überreichen“, sagt er.