Magdeburg (rw) l Das Sozialministerium des Landes hat am Freitag drei neue Infektionsfälle in Magdeburg registriert. Damit erhöht sich die Gesamtzahl auf 347 Personen, die seit Beginn der Pandemie im März mit dem Coronavirus infiziert wurden.

So war der Test einer Frau positiv, die Kontakt zu einer zuvor positiv getesten Reiserückkehrerin hatte. Die Frau zeige Symptome einer Covid-19-Erkrankung, berichtete Amtsarzt Dr. Eike Hennig. Ebenfalls positiv getestet wurden zwei Reiserückkehrerinnen. Eine der Frauen wurde nach ihrer Rückkehr aus Griechenland am 23. August 2020 am Flughafen getestet. Der Befund wurde dann an das Magdeburger Gesundheitsamt übermittelt. Dort traf er am 27. August ein. "Das soll aber besser werden, wenn die digitale Übermittlung der Befunde eingeführt ist", sagte der Amtsarzt.

Eine weitere Frau wurde nach dem Urlaub in Ungarn getestet. Auch sie zeige die typischen Symptome einer Erkrankung. Die drei positiv getesteten Frauen seien etwa 30 Jahre alt, so Hennig.

Optimismus beim Amtsarzt

Gesundheitsamtsleiter Hennig sieht die steigenden Zahlen zwar kritisch, ist aber beruhigt, dass derzeit eher Jüngere von einer Infektion betroffen sind. „Das bedeutet, dass vermutlich weniger schwere Krankheitsverläufe zu erwarten sind, da das Alter ein Faktor dafür ist“, so Hennig. Bei jüngeren Menschen treten schwere Krankheitsverläufe seltener auf. Man brauche dann weniger Personen intensivtherapeutisch zu behandeln. Es gebe Untersuchungen, die auf diese Annahme schließen lassen, so Hennig.

Kritisch sieht Hennig, dass die steigenden Fall-Zahlen derzeit fast ausschließlich durch Reiserückkehrer zustande kommen.