Magdeburg l Vier Corona-Neuinfektionen verzeichnet das Gesundheitsamt in Magdeburg. Darunter ist eine Frau, Jahrgang 1937, die im tschechischen Kurort Franzensbad in einer Rehaklinik gewesen ist. Sie ist bereits die vierte Infizierte, die nach einem Aufenthalt in der Stadt positiv auf das Coronavirus getestet wurde, erklärt Amtsarzt Dr. Eike Hennig.

Zuvor hatten sich auch ein Ehepaar, beide über 80 Jahre alt und mit Covid-19 in stationärer Behandlung, sowie eine weitere Frau, Jahrgang 1939, dort infiziert. Der Kurort sei dem Robert-Koch-Institut mittlerweile als Corona-Hotspot bekannt, erklärt Hennig. Es seien auch etliche Fälle von Senioren, die dort zu Gast waren und dann an Covid-19 erkrankten, in anderen Bundesländern bekannt geworden.

Unter den vier Neuinfektionen ist zudem ein Fußballer, Jahrgang 1963, der von einem Testspiel aus Berlin wiederkam und danach coronapositiv getestet wurde. Problematisch sei in diesem Fall, dass es eine Vielzahl von Kontaktpersonen gebe, da es sich um einen sehr sportlichen Mann handelte, der viel unterwegs sei, so Hennig. Auch sei er Vater eines Kindes, das sich möglicherweise infiziert habe.

Zu diesen Fällen hinzu kommt ein Pärchen, Jahrgang 1994 und 1995, das sich ebenfalls mit dem Coronavirus angesteckt hat. In diesem Fall sei jedoch noch nicht nachzuvollziehen, wo sich die beiden angesteckt haben könnten. Die Zahl derjenigen Magdeburger, die sich seit Ausbruch der Pandemie mit dem Virus infiziert haben, steigt damit auf 375. Fünf Personen aus Magdeburg starben bisher mit dem Virus.

Erwartet werden am Wochenende die Testergebnisse der Abiturklasse des Werner-von-Siemensgymnasiums, die auf Klassenfahrt in Amsterdam war, das inzwischen zu den Risikogebieten zählt.