Magdeburg l Am Mittwochnachmittag war es soweit: Unter den Augen von Polizeibeamten und sehnsüchtig erwartet von den Magdeburger Hilfsorganisationen kam die zweite Lieferung des Corona-Impfstoffes im Magdeburger Impfzentrum an. In einer Kühlbox und auf Trockeneis wurden die Ampullen für fast 2000 Impfungen geliefert.

Matthias Boxhorn von den Johannitern, organisatorischer Leiter des Impfzentrums, nahm mit Kollegen von den Maltesern und dem Arbeiter-Samariter-Bund die Lieferung entgegen. Sofort wurden die Ampullen in den mittlerweile im Zentrum vorhandenen Spezialkühlschrank gebracht, um ihn weiterhin bei -75 Grad Celsius lagern zu können.

Die neue Lieferung kam keinen Tag zu spät. Denn die erste Charge von 975 Dosen des Impfstoffes, die seit 27. Dezember 2020 in den Altenheimen der Landeshauptstadt zum Einsatz kommt, ist so gut wie vollständig aufgebraucht. Die drei mobilen Impfteams, die die Altenheime anfahren und die impfwilligen Bewohner sowie das Personal impfen, haben in den zurückliegenden Tagen ganze Arbeit geleistet.

Mit Ablauf des Silvestertags werden sie zehn Einrichtungen versorgt und damit rund 830 Menschen geimpft haben, bilanziert Matthias Boxhorn. Zudem bekamen das Universitätsklinikum, das städtische Klinikum in Olvenstedt sowie das Marienstift einige der ersten Imfpdosen, um ihr medizinisches Personal selbst impfen zu können. Von der zweiten Lieferung werden nochmals das Uniklinikum sowie das NRZ von Ameos und die Pfeifferschen Stiftungen einen Anteil bekommen.

Mehr als 200 Impfungen am Tag verabreicht

Mit dem bisherigen Ablauf der Impfungen ist Matthias Boxhorn sehr zufrieden, wie er sagt. Die drei mobilen Impfteams seien mittlerweile sehr gut eingespielt. Zwischen 140 und 180 Impfungen schafften die Teams anfangs pro Tag. Am Mittwoch war mit rund 200 Impfungen am Tag ein neuer Rekord erreicht worden. „Die Teams machen eine hervorragende Arbeit“, lobt Matthias Boxhorn.

Das Gleiche gelte für die Stadtverwaltung und auch die Mitarbeiter in den Heimen. Das Heimpersonal kümmere sich rührig darum, dass vor Ort alles glatt läuft und auch die Impfteams gut versorgt werden. Ein mobiles Impfteam besteht jeweils aus einem Arzt oder einer Ärztin, Notfallsanitätern der Magdeburger Hilfsorganisationen sowie Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die die Dokumentation übernehmen.

„Wenn wir in dem jetzigen Tempo so weitermachen können und auch die Impfdosen kontinuierlich nachgeliefert werden, dann sind wir in drei Wochen mit den 37 Einrichtungen in der Stadt durch“, sagt Matthias Boxhorn. Dann geht es wieder von vorn los, denn für eine Immunisierung ist 21 Tage nach der ersten Impfung eine zweite nötig. In dem Zuge sollen dann auch Heimbewohner geimpft werden können, die sich beim ersten Durchgang noch nicht haben impfen lassen. Impfkomplikationen sind laut Matthias Boxhorn bislang nicht aufgetreten. Alle Geimpften hätten die Injektion sehr gut überstanden.