Magdeburg l Die Sparkassen in Magdeburg stellen den ungeregelten Publikumsverkehr ihrer Filialen ein. Ein Sprecher kündigte an, dass die zwölf mit Mitarbeitern besetzten Geschäftsstellen in Magdeburg ab Montag, 23. März 2020, bis voraussichtlich 19. April ihren regulären Schalterbetrieb einstellen. Kunden könnten Termine vereinbaren, die dann in den Filialen wahrgenommen werden könnten, hieß es weiter. Die Filialen seien besetzt und hätten derzeit sehr viele Beratungsgespräche zu führen. 

Anlass für die Maßnahmen ist die Corona-Krise und der damit notwendig Schutz von Mitarbeitern und Kunden. Offen und in Betrieb bleiben die 16 Selbstbedienungscenter, die mit Automaten ausgestattet sind. Dasselbe trifft auch für die 55 Geldautomaten der Sparkasse zu.

Bitte um Terminvereinbarung

Kunden könnten aber weiter telefonisch und online Kontakt zur Sparkasse aufnehmen. Die Sparkasse bleibe weiter für die Kunden da. Die Berater seien über ihre Duchwahlnummern erreichbar. "Alle Beratungen und nicht anderweitig lösbaren Serviceanliegen finden in den Geschäftsstellen nur nach vorheriger Terminvereinbarung statt. Planbare, nicht dringend notwendige Beratungsgespräche sollten verschoben werden", heißt es in einer Sparkassenmitteilung.

Die Sparkasse bittet Kunden, Termine mit Beratern auf das Notwendigste zu beschränken. Wertpapaieraufträge könnten telefonisch erfolgen. Die Zugänge zu den Schließfächern bleibe nach telefonsicher Terminvereinbarung frei. Die Sparkasse hat für alle Fragen ein Telefon geschaltet, unter dem sie rund um die Uhr erreichbar ist: 0391/25060.

Hunderttausende Konten

Die Sparkasse führt 112.000 Privatkonten und 78.000 Sparkonten. Die Bilanzsumme beträgt 2,4 Milliarden Euro. Das Eigenkapital liegt bei rund 200 Millionen Euro. 2018 machte sie einen Bilanzgewinn von 700.000 Euro.

Aktuell sind in Sachsen-Anhalt 188 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 20. März 2020, 11 Uhr). In Magdeburg gibt es 29 Corona-Patienten, in Halle 44, teilte das Sozialministerium mit.

Strenge Auflagen regeln öffentliches Leben

Um größere Menschenansammlungen zu vermeiden und die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen, wurde zum Mittwoch eine Verordnung erlassen. Darin ist unter anderem geregelt, dass beispielsweise Spielplätze, Museen und Diskotheken geschlossen bleiben müssen und Veranstaltungen verboten werden. Einige Gaststätten dürfen derzeit nur noch unter strengen Auflagen öffnen. So dürfen nicht mehr als 50 Personen im Raum sein und die Tische müssen einen Abstand von mindestens zwei Metern zueinander haben.

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