Magdeburg l Nicht nur für die meisten jungen Schüler beginnt langsam wieder der Unterrichtsalltag. Auch in der Magdeburger Volkshochschule in der Leibnizstraße wird ab 2. Juni 2020 wieder gelernt. Nach zehnwöchiger Pause wegen der Corona-Pandemie wird das Kursprogramm wieder aufgenommen.

„Zusammen mit den Kursleitern und Teilnehmern hatten wir nach der Schließung zunächst Online-Alternativen aufbauen müssen“, erzählt Ralf Liebe, Leiter der Volkshochschule. Dabei handelte es sich aber um keine echte Fortsetzung des Unterrichts, sondern eher eine Überbrückung, um untereinander in Kontakt zu bleiben und die Gruppen zusammenzuhalten. „Es war lange unklar, wann wir wieder Präsenzunterricht anbieten können“, verdeutlicht er die schwierige Lage.

Semester wird verlängert

Als eine Konsequenz wurde nun das aktuelle Semester bis Ende Juli verlängert, um den Gruppen die Möglichkeit zu geben, den ausgefallenen Unterricht nachzuholen. Kurse und Veranstaltungen, die gar nicht stattfinden konnten, sollen möglichst auf das Herbstsemester verschoben werden.

An dessen Programm wird derzeit bereits gefeilt. Dabei setzt man auf die in den vergangenen Wochen gewonnenen Erfahrungen, wie Ralf Liebe erklärt. „Wir geben gleich beide Varianten zur Durchführung an, Präsenz- und Online-Unterricht, oder ändern die Frequenz der Kurse“, sagt er, für den Fall, dass erneut Einschränkungen notwendig werden sollten. Der Online-Unterricht insbesondere im Bereich der Sprachkurse habe sich bewährt. Ein Schüler, der derzeit im Krankenhaus liegt, nutzt das Angebot einfach weiter.

Damit unterrichtet werden kann, wurde das Haus in den vergangenen Tagen vorbereitet. Die Personenzahl in jedem Raum ist begrenzt, Tische und Stühle wurden entsprechend herausgeräumt.

Einige Kurse für Senioren abgesagt

In einigen Räumen wurden Waschbecken eingebaut. Es gibt strikte Trennung im Treppenhaus und einen separaten Ein- und Ausgang. Einige Kurse für Senioren wurden vorsichtshalber ganz abgesagt.

Thematische Führungen und stadtgeschichtliche Vorträge werden nach und nach wieder gestartet. „Dafür suchen wir noch nach klugen Lösungen“, sagt Ralf Liebe. „Ich habe kommende Woche eine Führung über den jüdischen Friedhof. Da haben die Leute schon angerufen, um zu wissen, wann es losgeht“, berichtet Koordinatorin Dörte Neßler.