Kommunalpolitik

Schülerticket und Hochhäuser - das sind Themen für den Magdeburger Stadtrat

Eine Vielzahl an Themen hat der Stadtrat Magdeburg am 6. Mai 2021 auf dem Tisch. Es geht unter anderem um Hochhäuser und ums kostenlose Schülerticket.

Von Martin Rieß
Der Roland vor dem Alten Rathaus in Magdeburg. Er ist ein Symbol für die Selbständigkeit der Städte. Im Rathaus tagt am 6. Mai 2021 der Stadtrat. Foto: Martin Rieß

Magdeburg. Die Sitzung 2021 des Magdeburger Stadtrats wird am 6. Mai 2021 um 14 Uhr im Alten Rathaus eröffnet. Unter den strengen Auflagen des Corona-Schutzes werden sich die Stadträte mit mehreren wichtigen Themen für die Zukunft Magdeburgs befassen.

Ein Tagesordnungspunkt umfasst das Strategiepapier zur Belebung der Magdeburger Innenstadt in den Jahren 2021 bis 2025, das vom Wirtschaftsdezernat verfasst wurde. Unter anderem geht es in diesem um die Belebung der Innenstadt durch Themenwochen und die Schaffung von Freiräumen für Kinder, aber auch um die Gestaltung eines Shared-Space-Bereichs im Südabschnitt des Breiten Weges. Insbesondere Letzteres hatte in den vergangenen Wochen für Diskussionen gesorgt.

Elbbahnhof und zwei Hochhäuser in der Debatte

Ebenfalls für Diskussionen sorgt die Wahrung eines seit Jahren überwucherten Trümmerhügels am Hammersteinweg zwischen Elbe und dem früheren Elbbahnhof. Wenn es nach den Plänen von Stadt und Investor geht, werden hier drei Wohnhäuser gebaut.

Trefflich diskutiert wurde in Ausschüssen und von einer Bürgerinitiative darüber, ob der Standort bebaut werden soll, ob die Höhe der Häuser angemessen ist und ob es nicht auch bei zwei Häusern bleiben dürfte.

Ein weiteres Bauvorhaben ragt heraus. Es geht darum, dass es Pläne für die Schaffung eines Hochhauses westlich des Damaschkeplatz gibt. Als markantes Zeichen könnte dieses den Übergang nach Stadtfeld markieren. Für Diskussionen hatte zuletzt gesorgt, ob das Gebäude allein Büros vorbehalten bleiben soll oder ob hier auch Wohnungen gewünscht sind.

Und noch ein Hochhaus steht zur Debatte. Dieses soll nicht ganz so weit in die Höhe ragen, aber doch das Stadtbild mit prägen. Es geht um die Eckbebauung Julius-Bremer-Straße/Breiter Weg. Zwischen dem Mariettablock und den Altmarkt-Arkaden, in denen die Verwaltung der Stadt viele Büros belegt hat, ist noch ein kleines Grundstück frei.

Eine Eckbebauung könnte hier einen Kontrast zum Katharinenturm und zum gerade erst in der Fertigstellung befindlichen Blauen Bock der Städtischen Werke Magdeburg darstellen. Vor Monaten war bereits über dieses Vorhaben diskutiert worden, insbesondere die Idee für eine textile Fassade hatte bei vielen Stadträten nicht für Begeisterung gesorgt.

Märktekonzept spielt eine Rolle

Neben diesen und weiteren Bauvorhaben geht es aber auch um andere Themen. Herausragend dürfte hier das kostenlose Ticket für Kinder und Jugendliche sein, dass der Stadtrat per Beschluss in diesem Jahr einführen wollte. Aus der Verwaltung hatte es zu dem Vorhaben schon immer Bedenken gegeben.

Und inzwischen hat das Landesverwaltungsamt als Aufsichtsbehörde den Beschluss kassiert: In den Zeiten, in denen sich Magdeburg verschuldet, könne nicht ein Mehr an freiwilligen Leistungen geschaffen werden, dass Jahr für Jahr Millionen kostet. Dass die Initiatoren des Antrags kleinbeigeben, ist nicht zu erwarten. Die Rede ist von einem neuen Antrag, wie das Ticket doch noch auf den Weg gebracht werden kann.

Für die wirtschaftliche Entwicklung Magdeburgs durfte auch der Plan zur Fortschreibung des Magdeburger Märktekonzept eine Rolle spielen. Nach einigen Jahren muss dieses aktualisiert werden.

Beschluss zum Bau einer neuen Schwimmhalle

Zu den Anträgen aus den Fraktionen, über die abgestimmt werden soll, gehört der der CDU zum Bau einer neuen Schwimmhalle in Ostelbien. Die Stadt hatte dem ausdrücklich zugestimmt – sieht eine solche Einrichtung aber in erster Linie als Trainingsstätte, die die bestehenden Schwimmhallen für den öffentlichen Betrieb entlasten kann. Wie genau die Schwimmhalle gebaut würde und von wem sie genutzt wird, ist aber noch nicht Inhalt des Antrags.