Magdeburg l Etwa 50 Magdeburger und Gäste aus anderen Städten in Sachsen-Anhalt haben am 16. Februar in Magdeburg für Frieden und soziale Gerechtigkeit demonstriert. Mit Transparenten, Schildern und Trillerpfeifen zogen sie durch die Innenstadt. Zuvor hatte es an der Goldschmiedebrücke Infostände und eine Kundgebung gegeben.

Die Teilnehmer haben sich unter dem Titel "Bunte Westen" zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist, gegen eine Politik zu demonstrieren, die am Volk vorbei führe, sagte Medizinstudentin Maren Knäringer, die die Demo in Magdeburg mitorganisiert hatte. Dabei wollen die Bunten Westen aus der Mitte heraus agieren und sich nicht links oder rechts zuordnen lassen. Sie darauf aufmerksam machen, dass in einer Demokratie jede Stimme zählt und diese auch genutzt werden sollte.

Neben den Themen Frieden und soziale Gerechtigkeit setzen sich die Bunten Westen auch für Umweltthemen ein. Ob aus der Demo eine regel,äßige Veranstaltung werden soll, sei offen. Nächster wichtiger Termin sei der 22. März, sagte Knäringer. An diesem Tag findet in der Steinkuhle 24 in Magdeburg ein Plenum statt, bei dem zunächst in einer großen Gruppe und dann in kleinen Arbeitsgemeinschaften themenspezifisch diskutiert werden soll. Eine Rechtsform haben die Bunten Westen noch nicht. "Wir sind eine Sammlungsbewegung", erklärte Knäringer.

Bei der Bewegung handelt es sich um eine bundesweite Initiative. Und so fanden am 16. Februar in vielen deutschen Städten Aktionen statt, unter anderem in Berlin am Potsdamer Platz. Die Initiative orientiert sich am Vorbild der Gelbwesten in Frankreich.