Magdeburg l Wie schon am Tag zuvor in Salzwedel, kam es am Sonnabend in Magdeburg zu Protesten gegen ein Treffen der AfD, zu dem prominente Vertreter des völkisch-nationalen Flügels der Partei, darunter Björn Höcke, Martin Reichardt und Andreas Kalbitz, anreisten. In Magdeburg hatten Studierende der Universität zur Gegenbewegung auf der Straße aufgerufen. Sie versammelte sich am späten Nachmittag am Hasselbachplatz und zog dann gemeinsam zum Veranstaltungsort der AfD in der Halberstädter Straße. Hier wurde eine Kundgebung gegen Rassismus, Populismus und Sexismus abgehalten.

Zu den Teilnehmerzahlen differieren die Angaben von Polizei und Veranstaltern stark. Während die Polizei rund 150 Demonstranten vermeldete, sprachen Veranstalterkreise später von rund 400 Teilnehmern. Der Volksstimme-Reporter vor Ort schätzte die Zahl der Demonstranten auf 250 bis 300.  Die Polizei zog auf Nachfrage ein positives Fazit: Die Demonstration sei friedlich und ohne besondere Vorkommnisse verlaufen.

Die Motivation der Demonstranten beschrieb schon vor der Aktion Sebastian Weinreich vom Studierendenrat der Otto-von-Guericke-Universität: "Wir setzen uns für eine diverse Gesellschaft ein, die für Offenheit, Solidarität und Chancengleichheit steht und keinen Menschen im Stich lässt." Man wolle vereinen statt spalten. Genau das Gegenteil strebe die AfD mit ihrer Sozialpolitik an. Auf ihrem Treffen am Sonnabend in Magdeburg verständigten sich AfD-Mitglieder und -Sympathisanten über eine deutsche Sozialpolitik nach ihrem Bilde.