Magdeburg l Noch ist das historische Wartehaus im Herrenkrug in Magdeburg eingezäunt. Doch voraussichtlich im Juli 2018 sollen die Arbeiten an dem denkmalgeschützten Fachwerkgebäude abgeschlossen sein.

Das Gebäude wird nach den Hochwasserschäden 2013 derzeit saniert. „Die Kosten belaufen sich auf ca. 270.000 Euro. Die Maßnahme wird mit Bundesmitteln des Hochwasserfonds gefördert“, erklärt Tim Stein, Sprecher der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB), auf Volksstimme-Nachfrage.

Wartehaus ist auch Technikraum

Es diene nicht nur als Wartehaus, sondern auch als Sozialtrakt für die Fahrer der MVB sowie als Technikraum für die Signalsteuerung der eingleisigen Straßenbahnstrecke.

In den vergangenen Monaten wurden die Innenauskleidung und der Boden entfernt und der Kriechkeller saniert. Die Toilette für die Fahrer wurde wiederhergestellt sowie die Elektrik.

Wartehaus steht unter Denkmalschutz

„Zum Austausch der Holzbalken musste zunächst ein Holzschutzgutachten zur Feststellung des auszuwechselnden Holzes erstellt werden“, verweist Tim Stein auf den Denkmalschutz, der bei der Sanierung berücksichtigt werden musste. So musste auch ein Farbgutachten und -konzept in Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz für den neuen Anstrich erstellt werden.

Das Abstützen des gesamten Hauses während des Austausches der Holzbalken sei zudem statisch aufwendig gewesen. In den kommenden Wochen werde noch eine Entwässerungsrinne hergestellt und Pflasterarbeiten durchgeführt.

Ältestes Wartehaus in Deutschland

Das Wartehaus im Herrenkrug ist Baujahr 1900/1901. „Damit ist es das älteste Straßenbahnwartehaus in Deutschland“, so Tim Stein.