Magdeburg l Originelle Möbel, Siebdrucke, 3-D-Druck sowie Beamerprojektionen – wer sich den Weg durch die Werkschau in Magdeburg bahnt, für den gibt es vieles zu entdecken und zu lernen. „Die Studierenden präsentieren hier Arbeiten aus dem Bachelor- und Masterstudium sowie Abschlussarbeiten. Die Vielfalt ist groß und was mich freut, ist, dass zusätzlich noch ein buntes Rahmenprogramm organisiert wurde“, sagt Prof. Dominik Schumacher, Direktor des Instituts für Industrial Design.

So gebe es jeden Abend ein Programm mit Bands und DJs, bei dem man bei einem kühlen Getränk den Tag ausklingen und die ausgestellten Arbeiten auf sich wirken lassen kann. Ergänzt wird das Ganze um Vorträge, sowohl vonseiten der Studierenden als auch von externen Gastrednern.

Austausch mit Künstlicher Intelligenz

Stolz sind vor allem die Studierenden, die man an den jeweiligen Präsentationstischen antreffen kann. Der Austausch mit Künstlicher Intelligenz spielte für einige Gruppen eine besonders große Rolle.

So designten die Master-Studentinnen Sina Walter und Maria Vazquez beispielsweise einen Datingbot, der den Charakter seines Nutzers kennenlernt, diesen mit dem Charakter anderer Datingbot-Nutzer abgleicht und so als „Verkuppler“ den perfekten Partner findet. Anschließend kann er dann durch einen Vergleich der jeweiligen Terminkalender dafür sorgen, dass diese Personen sich im echten Leben zufällig begegnen können. „Nur ansprechen müssten sie sich eben dann noch selber“, erklärt Sina Walter.

Dominik Anhorn, Maximilian Fuchs und Andreas Schmid entwickelten einen intelligenten Wecker, der dank verschiedener Aufsätze den Nutzer entweder sanft aus dem Schlaf holt oder doch etwas strikter aufweckt. „Wir haben einfach festgestellt, dass Menschen heutzutage immer weniger schlafen und wollten einen Begleiter entwickeln, der dafür sorgt, dass Menschen früher ins Bett gehen, länger schlafen und dann aber auch besser geweckt werden – je nach individuellem Bedürfnis“, so Dominik Anhorn, der Interaction Design im Master studiert.

Arbeiten, entspannen und austesten

Weiter hinten im Präsentationsraum lädt ein modernes Workspace zum Arbeiten, Entspannen – und besonders in diesen Tagen zum Austesten ein: eine Wand mit großen runden Löchern, in die dazu passende Elemente wie Holzbretter gesteckt werden, die z. B. als Sitzgelegenheit, Tisch oder Regal dienen können.

Diese Idee stammt von Abdullatif Alomar, Olga Mosmann, Felix Lüneborg und Patrick Schöer. „In den nächsten Tagen sind wir gespannt, wie dieser moderne Workspace ankommt. Man kann ihn je nach Wunsch ständig anders gestalten. Besonders interessant reagieren Kinder immer darauf, sie möchten gerne hoch oben sitzen und das ist hier natürlich ganz einfach möglich, indem wir den Sitz weit oben in die Wand stecken“, erklärt Patrick Schöer, Bachelorstudent Industrial Design.

Geplant sei, diesen Arbeitsplatz nach der Werkschau in die Bibliothek der Hochschule zu verlegen, wo er anschließend von jedem genutzt werden kann.

In den nächsten Tagen hoffen die Veranstalter nun auf viele interessierte Gäste, denen sie die sorgsam ausgearbeiteten Werke näherbringen möchten. „Wir können jetzt schon stolz auf das sein, was alle hier geleistet haben“, zieht Projektkoordinatorin Franziska Scholz vorab ein Fazit. „Die Werkschau ist in diesem Jahr wieder besonders vielfältig, da ist für jeden etwas dabei.“ Geöffnet ist bis Sonnabend täglich 12 bis 20 Uhr.