Technik

Die Ein-Stein-Tüftler aus Magdeburg messen sich mit Teams aus aller Welt

Gute Ergebnisse beim Deutschland-Finale berechtigen Olvenstedter Lego-Technik-Bastler zur Teilnahme an internationalem Wettbewerb

Von Christina Bendigs
Inzwischen sind Pokal und Urkunden vom Deutschland-Finale eingetroffen. Ende des Monats messen sich die Ein-Stein-Tüftler auf internationaler Ebene mit Mannschaften aus aller Welt.
Inzwischen sind Pokal und Urkunden vom Deutschland-Finale eingetroffen. Ende des Monats messen sich die Ein-Stein-Tüftler auf internationaler Ebene mit Mannschaften aus aller Welt. Foto: M. Kunze

Magdeburg - Die Ein-Stein-Tüftler vom Olvenstedter Gymnasium werden sich in Kürze auf internationaler Ebene mit Teams aus aller Welt messen. Sie haben sich bei der First Lego League für die „Virtual International Open Greece“ qualifiziert. 200 Teams treten dann virtuell gegeneinander an. Bereits im Regionalfinale der First Lego League hatten die Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums unter Anleitung der Eltern Manuela und Matthias Kunze sowie Lehrer Bernd Diefert mit ihrer Idee zum Thema „RePlay – Wie kann man Menschen zu mehr Bewegung motivieren?“ die Jury überzeugt. Nun stand das Finale im deutschsprachigen Raum an. 57 Champions der einzelnen Regionalwettbewerbe in Deutschland, Österreich und der Schweiz traten gegeneinander an. Damit nahmen sie zum ersten Mal an einem internationalen Finale teil. Um alles zu schaffen, trafen sich die Mitglieder sogar an den Wochenenden und in den Ferien. Denn zum Finale sollte der Roboter perfekt funktionieren und auch das Design stimmen.

Aber wie haben die Schüler nun Menschen zu mehr Bewegung motiviert? Sie haben eine Corona-Sportchallenge für ihre Schule entwickelt. Vier Wochen konnten alle Mitschüler teilnehmen. Die Auswertung der Ergebnisse hat inzwischen begonnen. Parallel wurde natürlich auch wieder ein Roboter programmiert, der sich auf dem vorgegebenen Spielfeld perfekt bewegen musste – und das unter den aufmerksamen Blicken der Jury des Finales im deutschsprachigen Raum.

Per Kamera und Internet wurde die Jury für den Wettbewerb zugeschaltet und konnte so live mitverfolgen, was sich auf dem Spielfeld Ein-Stein-Tüftler tat. Drei unbekannte Aufgaben mussten so innerhalb von 20 Minuten gelöst werden.

Virtuelle Show für die Teilnehmer

Um es für die Teilnehmer des Wettbewerbes trotz Beschränkungen auf digitale Kanäle unterhaltsamer zu machen, startete die Hochschule Mittweida eine virtuelle Show mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale in der Kategorie Robotgame, wobei zwischenzeitlich immer wieder Pokale vergeben worden seien, wie Matthias Kunze gegenüber der Volksstimme berichtet.

Die Kategorien, in denen es Punkte zu holen gab, hießen Robotdesign, Forschung, Grundwerte, Live-Challenge und Coaching. In der Kategorie Grundwerte erreichten die Ein-Stein-Tüftler einen ersten Platz, in der Kategorie Forschung erreichten sie mit ihrer Präsentation den dritten Platz. In der Kategorie Robotdesign erhielten sie den 5. Platz und in der Kategorie Robotgame den 31. In der Gesamtwertung schafften sie es damit auf den 7. Platz. Ein tolles Ergebnis.

Die Saison wäre damit eigentlich beendet gewesen. Doch nun wartet das Virtual International Open Greece auf die Ein-Stein-Tüftler, das vom 24. bis zum 27. Juni stattfindet. Der Wettkampf sei mit einer Olympiade vergleichbar, so Kunze. Darauf freuen sich die Jugendlichen aus Olvenstedt bereits. Und dann ist nach dem Wettbewerb ja immer auch vor dem Wettbewerb. Die nächste Lego League startet noch in diesem Jahr. Die Anmeldung für den Wettbewerb läuft bereits. Das Motto lautet dieses Mal „Cargo Contest“.

Mannschaft sucht Sponsoren

Was die Ein-Stein-Tüftler nach wie vor suchen, sind Sponsoren, die die Arbeitsgemeinschaft etwa beim Kauf neuer Technik unterstützen oder aber Forschungsreisen mitfinanzieren. Immer wieder waren die Coaches Kunze und Diefert in den vergangenen Jahren mit den Schülern unterwegs, um sie mit Experten zum jeweiligen Thema zusammenzubringen.

Matthias und Manuela Kunze waren von den Lesern der Volksstimme auch zu Kandidaten für den Magdeburger des Jahres nominiert worden. Auf diese Weise wurde das Engagement des Elternpaares gewürdigt.