Magdeburg l Zum Bauhausjubiläum schaltet das Stadtarchiv Magdeburg ein neues Internetangebot frei: Mehr als 1000 hochauflösende Fotos aus der Zeit der Magdeburger Moderne laden zu einem digitalen Stadtrundgang ein. Im Zentrum stehen die 1920er Jahre, als sich Magdeburg neu erfand.

Rechtzeitig zur großen Konferenz „Die Ära Beims. Ein Oberbürgermeister als Wegbereiter der Moderne“ vom 24. bis 26. April 2019 veröffentlicht das Stadtarchiv die historischen Fotografien aus dem umfangreichen „Fotobestand Hochbauamt“. Dieser gilt mit mehr als 33.000 Aufnahmen als wichtigster Fundus aus dieser Zeit in Magdeburg.

Fotos hochauflösend digitalisiert

Lichtbildwerke von bedeutenden Künstlern wie Xanti Schawinsky geben teils unverstellte Einblicke in eine Zeit des Aufbruchs der Elbestadt. Die originalen Glasplatten der im städtischen Auftrag gefertigten Fotografien wurden hochauflösend digitalisiert.

Ein Rundgang in 30 Kapiteln erzählt vom Ausbruch aus der Enge der Festungsstadt, vom neuen Leben in den modernen Siedlungen und von der Technisierung aller Lebensbereiche. Zu sehen sind die wichtigen Bauten der Moderne, aber auch Parkanlagen, Industriebetriebe oder der 1929 eröffnete Flughafen an der Berliner Chaussee.

Zeitstrahl und Volltextsuche

Noch nie veröffentlichte Aufnahmen führen in Schulen und moderne Wohnungen, zeigen Freizeit, Sport, Kultur sowie festliche Höhepunkte der Zwanziger Jahre. Über einen Zeitstrahl und durch die Volltextrecherche kann individuell gesucht werden.

Das neue Internetangebot ist eine Einladung, sich selbst ein Bild von der Zeit des Aufbruchs vor 100 Jahren zu machen. Es bildet den Auftakt für eine neue Plattform, auf der das Stadtarchiv Magdeburg digitalisiertes Archivgut aus ausgewählten Beständen online veröffentlicht. Maßgeschneiderte Angebote zur Stadtgeschichte ergänzen die Onlinepräsenz auf Fachportalen wie Archivportal-D oder Ancestry.com.

Zeugnisse aus der frühen Moderne

Magdeburg gilt als ein wichtiger Standort der frühen Moderne. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden in der Stadt kontinuierlich Ideen des Neuen Bauens umgesetzt, so dass in der Stadt bis heute Zeugnisse aus den unterschiedlichsten Phasen jener Epoche zu finden sind. Neben dem Neubau und neuen sozialen und kulturellen Impulsen ging es u. a. auch um die Neuinterpretation bestehender Gebäude durch kräftige Farben und Muster.

Die neue Internetseite ist unter www.magdeburger-moderne.de erreichbar.