Magdeburg l Auf dem Platz An der Hauptwache zwischen Altem und Neuen Rathaus ist das Otto-von-Guericke-Denkmal ein Blickfang. Dieses solle nachts beleuchtet werden – so ein Ansinnen der CDU-FDP-Fraktion des Magdeburger Stadtrats. Der Stadtrat hatte das Thema in den Kulturausschuss überwiesen, der jetzt beraten hat. Ergebnis: Das Gremium empfiehlt dem Stadtrat für dessen Januarsitzung 2020, für eine Illumination des Denkmals zu votieren.

Zuvor hatte sich in der Diskussion das Für und Wider abgezeichnet. Als Kritiker hatte sich der Kulturbeigeordnete Matthias Puhle zu Wort gemeldet. Er verwies darauf, dass ein Plan zur Entwicklung des Alten Markts und seiner Umgebung in Auftrag gegeben ist. „Es bringt nichts, einzelne Punkte herauszugreifen, wenn das Gesamtkonzept noch nicht steht.“ Ein Argument aus der Magdeburger Stadtverwaltung: Für eine attraktive Beleuchtung reiche es nicht, einen Baustrahler anzuklemmen. Es sei nicht nachvollziehbar, jetzt mehrere Tausend Euro zu investieren, wenn im Rahmen des Gesamtkonzepts am Ende für die Beleuchtung des Bereichs etwas ganz anderes gewünscht sein sollte.

Konzept oder Grundsatzfrage

Dieser Argumentation konnte u. a. Future-Stadtrat Stephan Bublitz folgen: „Das Konzept geht vor.“ Auf der anderen Seite die Position für eine sofortige Entscheidung, die von SPD-Ratsherrin Steffi Meyer vertreten wurde: „Es ist doch ganz einfach: Wir sollten jetzt entscheiden, ob wir eine Bestrahlung wollen oder nicht.“ Am Ende stimmten fünf Stadträte für diesen Antrag, zwei dagegen.

Das Otto-von-Guericke-Denkmal wurde 1907 neben dem Alten Rathaus errichtet. Es zeigt den langjährigen Bürgermeister, der im 17. Jahrhundert an der Spitze des Elbestadt stand, sitzend auf einem Stuhl. An die naturwissenschaftlichen Verdienste Guerickes erinnern Halbkugeln zu seinen Füßen. Geschaffen wurde es vom Bildhauer Carl Echtermeier.