Magdeburg l Ursache war ein Gewitter, das in den Morgenstunden des 13. April 2020 über Magdeburg hinwegzog, wie der Deutsche Wetterdienst auf Nachfrage erklärte. Um 5.55  Uhr gab es einen Blitzschlag mit der Stärke von 179,1  Kiloampere. In dieser Maßeinheit wird die Stromstärke von Blitzen gemessen. Zwei weitere, schwächere Blitze seien ebenfalls registriert worden.

Sommergewitter entwickeln mehr Kraft

Das Gewitter hat sich im Süden von Magdeburg entladen. Ungewöhnlich seien Gewitter zu dieser Jahreszeit nicht, sagte ein Mitarbeiter des Deutschen Wetterdienstes im Volksstimme-Gespräch. Allerdings seien Gewitter zu dieser Jahreszeit nicht zu vergleichen mit sommerlichen Gewittern, die eine ganz andere Kraft entwickeln würden. Und so zähle auch das Gewitter am Ostermontag nicht zu den schweren Gewittern.

Der Blitz, der den lauten Knall verursacht hatte, wird von Wetter-Experte Jörg Kachelmann als „Wilder Hausrüttler“ bezeichnet. Schwächere Blitze nennt er „Schwacher Brummler“ (0 bis 3 Kiloampere), „Mittlerer Roller“ (3 bis 7 Kiloampere) sowie „Starker Knaller“ (7 bis 100 Kiloampere). Ab 100 Kiloampere spricht er vom „Wilden Hausrüttler“.

Blitz in der höchsten Kategorie

In diese Kategorie fällt damit auch der Blitz, der die Magdeburger am Ostermontag geweckt hatte. Einen unwetterbedingten Feuerwehreinsatz gab es an dem Morgen jedoch nicht, berichtete die Leitstelle der Landeshauptstadt Magdeburg auf Nachfrage.