Gesundheitsversorgung

Druck aufs Land ist ein Ziel

Der Gesundheitsausschuss übt Druck gegenüber dem Land aus, damit endlich Fahrt aufgenommen werden kann Richtung Portalklinik in Havelberg.

Havelberg l Die Zukunft der medizinischen Grund- und Notfallversorgung in Havelberg war dem Gesundheitsausschuss des Kreistages ein gutes Jahr nach Bekanntgabe der Schließungspläne für das Krankenhaus eine Sondersitzung wert. Im Ausbildungszentrum der Kreissparkasse in Stendal hatten am Mittwochabend neben den Mitgliedern Vertreter des Vereins „Pro Krankenhaus Havelberg“ sowie weitere Kreistagsabgeordnete Platz genommen. Mit dem Vereinsvorsitzenden Holger Schulz und der Betriebsratsvorsitzenden des einstigen Krankenhauses Sandra Braun durften zwei Vereinsmitglieder mit Rederecht an der Sitzung teilnehmen. Auch Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski (parteilos) war mit dabei.
Anstelle des entschuldigten Landrates übernahm es der erste Beigeordnete Sebastian Stoll (CDU), über den aktuellen Sachstand zu informieren. Er berichtete, dass der Landkreis, Johanniter, Salus und das Agaplesion Diakoniekrankenhaus Seehausen als Krankenhausträger eingeladen hatte, ebenso die KMG Kliniken, die das Krankenhaus in Havelberg im September geschlossen hatten. Als Teilnehmer per Telefonkonferenz konnte lediglich Dr. Thomas Krössin, Geschäftsführer des Johanniter Krankenhauses, begrüßt werden.
KMG habe mitgeteilt, dass sich der Sachstand nicht wesentlich geändert habe, sie aber grundsätzlich zu Gesprächen bereit wären. Zudem hätte die Klinikenleitung darüber informiert, dass sie in Kürze konkret zur Öffnung des Seniorenheimes im früheren Krankenhaus informieren würde. Salus hätte an dem im vorigen Jahr im Kreistag vorgelegten Konzept für Havelberg nichts geändert, kam von dort die Info. Weil es bei Agaplesion einen Geschäftsführerwechsel gegeben hatte, habe der Kreis auch dort nochmals nach einem möglichen Interesse an einer Zusammenarbeit nachgefragt. Das bestehe nicht.