Magdeburg (twu/ag) l Im Magdeburger Stadtteil Buckau musste in der Nacht zum Dienstag die Polizei mit einem Großaufgebot anrücken. Auch das Spezialeinsatzkommando (SEK) kam zum Einsatz.

Gegen 22.15 Uhr hatte ein 20-jähriger Mann die Polizei verständigt, da er kurz zuvor überfallen worden sei. Als die Beamten eintrafen, schilderte er das Geschehene. Demnach habe er sich in einer Wohnung in der Klosterbergestraße mit vier anderen Männern (19 bis 23 Jahre alt) aufgehalten. Während eines Drogengeschäfts kam es zum Streit. Dann sei die Lage eskaliert: Einer der Männer soll dem Geschädigten eine Waffe an den Kopf gehalten und Bargeld gefordert haben.

Nach Herausgabe des Geldes konnte der Mann flüchten und die Polizei informieren.

Da unklar war, ob die Waffe echt ist und sich noch weitere Waffen in der Wohnung befinden, wurde das SEK des Landeskriminalamtes angefordert. Die Elitepolizisten stürmten die im Hochpaterre liegende Wohnung. Dabei wurde einer der SEK-Beamten sowie einer der Tatverdächtigen verletzt. Der Beamte wurde ambulant behandelt, der verletzte Tatverdächtige stationär aufgenommen. Nach dem Einsatz fand sich im Hausflur eine größere Menge an Blut wieder. Dieses war zum Teil an die Wände gespritzt.

Die anderen drei Männer aus der Wohnung wurden vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen dauern an, teilte die Polizei mit. Ob in der Wohnung Waffen oder andere illegale Dinge gefunden wurden, ist noch nicht bekannt.