Magdeburg l „Hier in Nordwest ist in den vergangenen Jahren viel passiert: Die Grundschule wurde saniert, das Eigenheimgebiet ist entstanden, die Kita wird nach langem Ringen aufgewertet“, verweist Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) am 23. Oktober 2017 auf die Veränderungen im Umfeld der Hugo-Junkers-Allee in Magdeburg.

Mit dem Spielplatz erhält die Straße nicht nur einen neuen Anlaufpunkt, sondern der Stadtteil nach Jahren des Wartens nun endlich seine öffentliche Spielfläche. Neun Jahre ist es her, dass Daniel Riecke von der Siedlergemeinschaft Nordwest anregte, die Spielplatzlücke mit einem Bau auf einem Areal zwischen Grundschule und Kinder-Eltern-Zentrum Nordwest zu schließen.

2300 Quadratmeter für Magdeburgs Kinder

Kontroverse Diskussionen starteten, der CDU-Ortsverband „Am Neustädter Feld/Nordwest“ lehnte den Standort sogar einst ab. Seit geraumer Zeit herrschte Einigkeit, dass der Stadtteil dringend eine Spielfläche benötigt. „Der Einsatz für den hat sich gelohnt. Ich bin erstaunt, wie groß und wie abwechslungsreich das Gelände geworden ist“, freut sich Riecke beim Blick über die 2300 Quadratmeter fassende Fläche.

Auch Rüdiger Jeziorski, Sprecher der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Nordwest/Neu-Olvenstedt und einer der vielen Befürworter des Bauvorhabens, zeigt sich ebenfalls erfreut: „Es ist prima, dass der Spielplatz den Spitznamen von Nordwest aufgreift und so viele Spielelemente zu diesem Thema bietet.“

Magdeburg investiert 275.000 Euro

Tatsächlich hat sich der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg (SFM) bei der Gestaltung an Texas, wie viele den Stadtteil nennen, orientiert. Bei den Planungen für das 275.000-Euro-Projekt wurden Kindergarten- und Schulkinder einbezogen und nach ihren Wünschen befragt. Außerdem wurden Senioreninteressen und Anregungen aus der Gemeinwesenarbeitsgruppe berücksichtigt.

Entstanden ist ein Themenspielplatz, der sich an drei Altersgruppen richtet. Die Kleinsten im Alter von zwei bis fünf Jahren werden mit dem sogenannten „Indianerdorf“ angesprochen. Dort regen Tipis, Sitzstämme, eine angedeutete Feuerstelle, ein Sandspieltisch, ein Totempfahl und eine Pferdestelle zum aktiven kindlichen Rollenspiel an. Daran schließt ein zweiter Spielbereich für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren an.

Parcours zum Klettern

In der „Westernstadt“ stehen nicht nur eine echte Westernkulisse, sondern auch ein beidseitig bespielbarer Saloon, ein Post-Office und eine Geld-Bank zur Verfügung. Dazu gehören zudem ein Wasserturm mit Parcours zum Klettern und eine Edelstahlröhrenrutsche, über die man in die untere Spielebene gelangt. Dort erwarten die kleinen Cowboys und Indianer dann eine Kutsche und eine Vogelnestschaukel.

Ein dritter Spielbereich namens „Grand Canyon“ verfolgt mit einem großen Balancierparcours einen generationsübergreifenden Anspruch und ist für alle Altersklassen geeignet. Von hier aus verbindet eine ebenfalls bespielbare Böschung im Gelände alle drei Spielbereiche miteinander. Eine Hängemattenkombination lädt zum Verweilen ein. Durch die Hangrutsche und einen Aufstiegsparcours gelangt man vom „Indianerdorf“ zum „Grand Canyon“, die sich auf zwei Ebenen befinden, und wieder zurück.